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Jeschurun · 1858-08-01 · Heft 11 (August 1858) · p. 558

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 11 (August 1858)
Article
Aw
Date
1858-08-01
Page
558 (sequence 4)
Language
German
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stark genug gewesen, etn so sichtlich von Gottes Gnade geschirmtes und getragenes Werk, wie Israels Gluck, zu zertrümmern. וגישנחם! Ihr werbet alt werden im Lande! Je alter man in einem Verhältnisse wird, je mehr man sich von dessen Ansang entfernt, uw so mehr rergi man dessen Ursprung, um so mehr treten immer die Verhältnisse aus denen man in dies Ver- Haltnisi übergcgangen, und das Andenken Derer in den Hintergrund, denen man diesen Uebergang verdankt. Je älter man in einem Verhältniffe wird, um so mehr vergißt man seines Anfangs und UrsprungS, und diese Vergessenheit thut keinem Verhältnisse gut, Israel kann sie am wenigsten ertragend Es gibt wohl kaum ein Verhältniß, das nicht eben ans seiner Vergangenheit besondere Pflichten, besondcre Aufgaben trüge. Es gibt wohl kaum ein Verhältniß, für welches nicht eben aus seiner Vergangenheit das Geheimniß seiner Gegenwart, dir Bedingungen seiner Dauer, die Hoffnungen und Befürchtungen für seine Zukunft zu schöpfen wären; kaum ein Verhältniß, dessen Untergang nicht nahe wäre, so man seines Anfanges und Ursprungs vergißt. Israel aber ist verloren, Israels Untergang ist schon vollzogen, sobald ihm sein Anfang und Ursprung aus dem Bewußtsein tritt; denn eben in diesem Anfang und Ursprung liegt der Grund für seinen ganz besonderen geschichtlichen Gang in der Mitte der Volker, und seine ganz besondere Mision im Kreise der Menschheit. Sobald Israel die Knechtschaft vergißt, aus welcher es zur Freiheit, das Elend, aus welchem es zur Fülle gelangt, sobald es Den vergißt, der cs aus Knechtschaft und Elend zur Freiheit und Fülle geführt, so wird ihm seine eigene Existenz in der Gegenwart zum Räthsel, so hat es den Schlüssel zur Erkenutniß des etgenen Wesens verloren: es kennt den Boden nicht mehr, auf welchem seine Existenz und sein Glück beruht — und seine Existenz und sein Glück gehen in Trümmer. Es scheint ihm seine Sonne, es reist ihm sein Korn, es blühen ihm seine Äcker, es fühlt seine Kraft, sein Ansehen, seine Macht, es sieht sich Volkin Mitte der Völker, gleich ihnen wähnt cs die Bedingungen seiner Blüthe und seiner Macht in der eigenen Kraft und der eigenen Macht und in der eigenen Klugheit zu finden, die ״alles Sichtbare um sich zu Göttern seines Gedeihens und seines Heiles" gestaltet und es vergißt, oaß es nur von den Adlersflügeln der Allmacht des Unsichtbaren Ei ei! wc! nn j ih-; La | ne : de; bei ' di. : stcl j Ich j in j da 1 so j bu : da! V! ne M hä di fei erk N< Lr rm zu, Li. W s° dm W B. Ur

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