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Jeschurun · 1858-07-01 · Heft 10 (Juli 1858) · p. 546

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 10 (Juli 1858)
Article
Aufruf zum Bau jüdischer Armen- und Pilger-Wohnungen in Jerusalem : An unsere Brüder in Europa [Nachricht] / Deutsch-holländische jüdische Gemeinde zu Jerusalem
Date
1858-07-01
Page
546 (sequence 1)
Language
German
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Vierter Jahrgang. Ausgegeben den 1. Juli 1858. Iv dieses Beiblatt werden Inserate zu 3 kr. pr. Zeile oder deren Raum ausgenommen. for sch Zu da! @1 bn in lec sch : Ai Ausruf % zuw Bau jüdischer Armen- und Pilger-Wohnungeit -l in Zerusalew. : st! An unsere Brüder in Europa! au ' r ge Wenn wir so oft die Nvth uns heimsncht unsere Blicke nächst i m Gott auf die so vielfach bewährte Wohlchätigkeit unserer Brüder in Euz ropa richten, so lebt in uns das Bewußtsein, daß ja Ein Band der Liebe; nr und des Glaubens uns Alle umschlingt und nah und fern alle jüdischen s Herzen noch mit den Gefühlen der innigsten Anhänglichkeit dem Lande; Hi ihrer Väter, der Stadt ihres Heiligthums, dem Boden ihrer vergangenen . und künftigen Herrlichkeit zugethan und gerne bereit sind diese : Gefühle durch gottgefällige Werke hülfespendenver Liebe zu bethätigeu.; de Wieder ist uns die Noch nahe gerückt und wieder ergeht imfer; at Hülferuf an unsere Brüder, deren thätige Liebe allein uns nächst Gott fü aus einem Nothstand zu retten vermag, der in gleich dringender Weise \ A׳ unser leibliches und sittliches Heil bedroht. Es fehlt uns Obdach, Obdach für unsere hiesigen armen und um ih bemittelten Familien, Obdach für die Glaubensbrüdcr aus der Fremde, deren frommer Sinn sie zum Besuche des Landes ihrer Väter herzieht. : Die allgemeine Theuerung, noch mehr aber die jährlich wachsende Menge mchtjüdischer Pilger die für ihren zeitweiligen Aufenthalt einen hohern Miethzins zahlen als der jüdische Familienvater für die Dauer : eines ganzen Jahres zu leisten im Stande lst, hat den Preis der Woh- A nungen zu einer für uns unerschwinglichen Höhe gesteigert. Die türj ge kischen Hauseigenthümer bisheriger jüdischer Quartiere versagen dieselben z vc den bisherigen Bewohnern, weil ihnen andererseits größerer Gewinnst - ei geboten ist, und eine nnmer größere Anzahl armer jüdischer Familien j m wird im buchstäblichen Sinne obdachlos. Ebenso sind wir völlig außer I ui

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