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Jeschurun · 1858-07-01 · Heft 10 (Juli 1858) · p. 496

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 10 (Juli 1858)
Article
Thamus
Date
1858-07-01
Page
496 (sequence 2)
Language
German
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496 ThainuS. von ihren Lippen, es wird uns zum Maßstab für unsere Gegenwart, — und unwillkürlich fragen wir uns, was würde ein Acremias, was würde ein Jesaias sagen, wenn er heute in unsere Mitte träte!!שמעו דבר ד' ביח יעקב ״Höret das Wort Gottes, Haus Jakobs!" Mit dieser Aufforderung trat Jeremias in Jernschnlajinis letzten Tagen in unfern Kreis, ״höret das Wort Gottes!" und R. Lewi in der Peßikta steht bei diesen Worten still und meint, cs wäre schon viel' gewonnen, wenn in Zeiten eines praktischen Abfalls von Gott und seinem heiligen Gesetze, das Wort Gottes auch nur erst wieder gehört, mitErnst gehört werde. Sei ja das Ohr die Pforte zum Geiste, die Pforte zum Herzen, und auch nur dem Gedanken Gottes und seines heiligen Gesetzes wieder Raum gegeben, sei der Boden für alle Hoffnung der Zukunft gelegt. ״Höret das Wort Gottes!" so leitet R. Lewi darum die Betrachtung dieses Gottesaufrufs ein, ״höret's! Ihr werdet es doch einmal hören müssen, cs schafft stch doch einmal Gehör, doch einmal Zugang zu eurem Geiste und eurem Herzen: ״Höret's als Thora-Wort, damit ihr nicht das Wort der Zurechtweisung, höret das Wort der Zurechtweisung, damit ihr nicht das Wort des Vorwurfs, höret das Wort des Vor- Wurfs, damit ihr nicht den Donner der Kriegstrompeten zu hören bekommt, höret's im Lande, damit ihr's nicht außerhalb des Landes, höret's im Leben, damit ihr's nicht als Todte zu hören bekommt, lasset's eure Ohren hören, damit es nicht eure Leiber, laffet's eure Leiber hören, damit nicht einst eure dürren Gebeine hören müsse»: ״״dürre Gebeine, — höret das Wort Gottes!"" Höret's! denn ' einmal müßt ihr's doch ja hören — Höret das Wort Gottes, Hans Jakobs, Und alle Familien des Hanfes Israel! So hat Gott gesprochen: Was haben eure Väter für Unrecht an mir gefunden, Daß sie sich von mir entfernt? Und gingen dem Nichtigen nach, und wurde» nichtig! Und fragten nicht: wo ist Gott? Der uns aus Mizrajtm gehoben, Der uns durch die Wüste geführt, durch ein Land der Oede und der Gebeugthett, durch ein Land des Durstes und des Lodesschattens,

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