Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1858)
- Article
- Abschrift : Anlage [zum Aufruf] [Nachricht]
- Date
- 1858-06-01
- Page
- 489 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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489 und die Bemühungen der Acrzte nicht steuern können. Reinliche, gesunde Wohnungen sind das erste Erforderniß, wenn inan ernstliche Schritte thun will das physische Elend der ärmeren Klasse zu heben. 2) Das angekaufte Grundstück scheint mir zur Herstellung solcher Wohnungen ganz vorzüglich geeignet. Gelegen am Südabhange des Zion innerhalb, aber dicht an der Stadtmauer, mit einer freien Aussicht auf das Kidronthal und den Oelberg, ist es der reinigenden Zugluft vollständig ausgesetzt; ohne die geringste Mühe können die Regenwasser abgeleitet oder in die schon vorhandenen Cisternen aufgefangen werden. Meiner Ueberzeugung nach hätte kein für diesen Zweck passenderes Grundstück in der Stadt gefunden werden können. Ich wünsche den Unternehmern Glück zu dieser Acguisition und reichliche Beisteuer von ihren Glaubensbrüdern in Deutschland, damit sic ihr löbliches Vorhaben bald und in größter Ausdehnung ausführen können. Jerusalem, 14. März 1858. sgez.s Dr. I. R. Roth, Universitätsprofessor aus München, derzeit auf allerh. Befehl in Palästina reisend. Für die Aechtheit der Unterschrift des Herrn Universitätsprofeffors Di׳. Roth Jerusalem, 23. April 1858. Der k. k. General-Consul [9'2•] Pizzomano.' Deutschland. Baja, April 1858. Dm Lesern Ihrer geschätzten Zeitschrift dürfte es nicht ohne Interesse sein, die neue Gestaltung der israelitischen Schulen in unferm Nachbarlande Ungarn, näher zu kennen und einen Beitrag zur Geschichtsentwickelung dieser so wichtigen Zeitfrage aus ungetrübter Quelle zu erhalten. Und da vorzunehmende Verbesserung die Triebfeder dieser Mittheilung ist, so kann ich um so eher hoffen, daß sie ein bescheidenes Plätzchen in Ihrer gesch. Zeitschrift finden wird. Nach hohem Ministerial-Erlaß im Jahre 1851 Schulen zu organistren, war ein allgemeines Streben israel. Cultus-Gemeinden, theils bestehende Schulen zu reoganisiren, theils neue ins Leben zu rufen. Nicht zu verkennen war der Eifer allenthalben, der neuen Schulordnung Rechnung zu tragen und der unbefangene Beobachter bemerkte freudig, daß Gemeindevertreter, die früher gar nichts oder nur wenig zur Hebung und Belebung dieser wichtigen Angelegenheit gethan, setzt der Noth- Wendigkeit unter die Arme greife». — In mancher Kommüne begriff man diese AufAbe vom rechten Standpunkt aus, und suchte die Verbesserung der localen Schulverhältnisse zunächst in der Verbesserung der 82*