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Jeschurun · 1858-06-01 · Heft 9 (Juni 1858) · p. 488

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 9 (Juni 1858)
Article
[Nachricht]
Date
1858-06-01
Page
488 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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488 wir eine deßfallsige Aeußerung des gegenwärtig in Palästina reisenden Herrn vr. I. R. Roth aus München über dieses Unternehmen in der Anlage zur Veröffentlichung. Gerne sind wir unmehr bereit für dieses wahrhaft Menschenfreundliche, gottgefällige Unternehmen Gaben zur Uebermirtelung an das löbl. Comits in Amsterdam entgegen zunehmen und bitten um eine recht ergiebige Unterstützung desselben. Ebenso ist das löbl. Comit6 in Amsterdam zur gleichen Entgegennähme entweder direkt oder durch Vermittelung ihrer resp. Bevollmächtigten für die regelmäßigen palästinensischen Spenden bereit. Wir bitten jedoch dringend: ßäß die der regelmäßigen Unterstützung unserer Brüder in Palästina zuflreßenden Beiträge in keinerweise durch diese außerordentlichen Spenden eine Verkürzung leiden, insbesondere daß keine, der allgemeinen Unterstützung bestimmten Gelder dem besonderen Zweck dieses Bau-Vorhabens zugewendet werden mögen; daß die gütigen Geber ihre gefällige Spenden keinem etwa sür diesen Zweck ausgesaudten Agenten, sondern ausschließlich dem löbl. Co-! mithin Amsterdam entweder durch dessen resp. Bevollmächtigten in ihrer Gemeinde, oder durch die Unterzeichnete Redaktion übermitteln mögen; und bemerken zugleich: daß das löbl. Comitä in Amsterdam die ihm für diesen Zweck zusandten Gelder nur dann aushänvigen wird, wenn dasselbe genügende! Ueberzeugung gewonnen, daß die Ausführung der projektirten Wohlthä-! tigkeits-Bauten durch hinreichende Mittel gesichert ist. Frankfurt a M., 28. Mai 1858. Die Redaktion des Jeschurun. (Anlage.) Abschrift. Auf Ersuchen des Herrn Selig. Hausdorff, Interpreten für die hebräische Sprache bei dem k. l. österr. General-Consulate und Consorten erkläre ich hiermit, daß ich ein grbßes Grundstück, welches dieselben erworben haben zur Aufführung von Gebäuden für arme israelitische Familien und Pilger, in Augenschein genommen habe und daß meine Meinung über ihr Unternehmen im Allgemeinen und über das angekaufte Grundstück im Besondern folgende ist. 1) Ein Gang durch die jüdischen Quartiere an der Ostseite des Zion wird jeden unbefangenen Besucher Jerusalems mit Mitleid erfüllen über die traurige Lage einer großen Zahl von Familien, welche die Ermnerung an die frühere Herrlichkeit und Heiligkett der Stadt hierhergeführt, und es fällt zuerst in die Augen die Armseligkeit der Wohnungen, welche mehr Löchern gleichen, in die man in Europa nicht einmal Thiere verweisen würde. Feuchtigkeit im Winter, dumpfe Lust im Sommer, Mangel an gutem Wasser erzeugen Krankheiten, welchen alle Spitäler

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