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Jeschurun · 1858-05-01 · Heft 8 (Mai 1858) · p. 414

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 8 (Mai 1858)
Article
Die jüdische Schule ein Bedürfniß
Date
1858-05-01
Page
414 (sequence 2)
Language
German
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414 Die jüdische Schule ei» Bedürfnis. Soll also jüdischer Sinn in dem Herzen des Kindes Wurzel fassen, so muß es auch, zumal in seinen jungem Lebensjahren, wo das Gemüth für alles gleich empfänglich ist, eine jüdische Schule besuchen, die sich ihrer Aufgabe als solche bewußt und in diesem Geiste strebt und wirkt. Geht aber das jüdische Kind in eine christliche Schule, deren Streben es ist und auch sein soll christlich religiöse Anschauung und Gesinnung bei ihren Schülern zu veredlen und zu fördern; so wird das jüdisch-religiöse Gefühl des Kindes, wenn cs schon entwickelt, in einen schädlichen Zwiespalt mit sich selbst versetzt und sein Gemüth früh von religiösem Zweifel ergriffen. Oder soll das vielleicht ein-Gegengewicht bilden, daß dem Kinde in einer Privat- und Nebenstunde, wenn die beste Kraft desselben in der christlichen Schule schon gelähmt und erschöpft ist, Unterricht in seiner Religion, in jüdischer Lehre und׳ jüdischem-Wissengegebenwird? Nein, da wird sich bei dem Schüler leicht die Meinung festsetzen, daß dieser Unterricht auch nur Nebensache sei; er wird sich ihm nie oder nur selten mit Lust und Liebe hingeben, um so weniger, da der sogenannten Privatstunde, wo das Kind in der Regel allein den Unterricht empfängt, die nöthige Weihe abgeht, da hier ferner' der Wetteifer, der bei dcnr gemeinsamen Unterricht der Schule so anregend und förderlich tst, entbehrt werden muß. Welche Verlegenheit ferner bereitet' Sabbäth und Festtag denjcmgen Ettern, die ihre Kinder eine christliche Schule besuchen lassen! Behalten sie nämlich ihr Kind an diesen Tagen׳ zu Hause, so geht allerdings ein großer Theil der Lernzeit verloren, der noch um st beträchtlicher wird, indem der jüdische Schüler auch noch die christlichen Festtage mik ihren oft langen Ferien mitfeiern muß. Natürlich, daß der Fortschritt'des jüdischen Zöglings sehr gehemmt, daß der Znsämmenhäng im Unterrichte' leidet und Lücken und Mängel entstehen/ die oft schwer wieder׳ auszufüllen sind. Diesem Ucbelstande zu entgehen, ziehen es denn manche Elter» vor, ihre Kinder trotz Sabbath und Festtag zur Schule zu schicke» und., beachten nicht den noch größer« religiösen Schaden, der durch den Schulbesuchan solchen- Tagein der religiösen Bildung des Ktndes zugefügt wird. Ri sü ih> lie Le ne be vw chr vei IW ha sei disei so, im gei fei 3a -st sai Mi cor für be! Tr

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