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Jeschurun · 1858-04-01 · Heft 7 (April 1858) · p. 333

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 7 (April 1858)
Article
Nissan
Date
1858-04-01
Page
333 (sequence 3)
Language
German
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Nissan, 33S oder werden Wissenschaft und Kunst sich immer mehr und mehr selber zu Handlanger der Sinnlichkeit und der Entgeistung erniedrigen, dem Menschen einerseits Alles, was ihm heilig und theuer sein soll, Alles waS ihn. zu seiner höhern Bestimmung erhübe, seinen Geist und seine Freiheit, seine Heiligung und seine Unsterblichkeit, zum Gelächter machen, andrerseits wieder die ganze Nacht des alten WahnS und der Verdummung, des alten Vorurtheils und der alten Lüge heraufbeschwören? ר,תוו״נה , werden sie wieder, werden sie endlich zum Leben erstehen, werden — doch nein, wie sehr auch unsere besonder» Wünsche und Bestrebungen von diesem allgemeinen Strome der Dinge mit berühr! werden, wie sehr auch eben die jüdische Anschauung der Welt aufs innigste das Banner der Erlösungshoffnung allem menschlichen Jammer voranträgt, so sind es doch nicht eben diese allgemeinen menschlichen Anliegen, die uns hier die Seufzersrage nach der ״Hoffnung der dürren Gebeine" in den Mund führt, so sind es doch ganz eigentlich der jüdische Kreis und die jüdischen Bestrebungen und die jüdischen Hoffnungen, zu deren Betrachtung der Nissan uns ladet und wie könnten wir da auf uns selber hinschauen ohne bangend, fürchtend, zweifelnd - Mancher wird sagen verzweifelnd — zu dem Lenker der Zeiten, zu dem Gotte Israels aufzuseuszcn: ה "?een התחיינה העצמות, werden diese dürre» Gebeine wieder zum Leben erstehen?! התח״נה, wird wieder Leben kommen in diese Gebeine? -- Siehe, mehr als je liegen sie רבות מאור על פני הבקעה weithin zerstreut über die Flächt der Erde,— immer weiter, immer vereinzelter wird die Zerstreuung, — das alte Band, die alte Innigkeit, die die Zerstreuten in aller Zerstreuung noch im Ganzen zusammenhielt, wird immer loser; der alte Druck, der sie gewaltsam zusammenpferchte, ist hin; der alte Jammer der sie alle an ein Seil des Leidens gekettet hielt, schwindet immer mehr und mehr; weit über den Ocean hin reicht jetzt der Blick des ghettigeborenen Judenknaben, die ganze Welt ist sein, muß sein sein; während der Großvater und der Ahn in dem engen Umkreis seiner Bannmeile sein und der Seinigen Brod suchte und fand, wird der Jude jetzt für den Welthandel erzogen; weit in alle Welt streut jetzt der Drang der Zeiten und deS Berufs die Glieder der Familien und die, die zusammen unter 31«

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