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Jeschurun · 1858-01-01 · Heft 4 (Januar 1858) · p. 217

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 4 (Januar 1858)
Article
England : London [Nachricht]
Date
1858-01-01
Page
217 (sequence 2)
Language
German
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217 nachzusprechen. Obwohl noch immer der festen Ansicht, daß es dem Unterhause rechtlich unbenommen bleibe, die Frage auf dem Resulutionswege zu lösen, wolle er doch aus Versöhnlichkeitsrücksichten den alten Weg einschlagen. Sir Fred. Thesiger ist erfreut, daß Lord John Rufsell auf den verfassungsmäßigen Pfad zurückgekehrt sei und warnt ihn vor einem Rückfall in das Gelüste, die Sache durchzutrotzen. Uebrigens werde er die Bill bei der 2. und Z. Lesung unnachgiebig bekämpfen. Hr. Dillwye, Hr. Bentinck und Hr. Newdegate werfen ebenso ihren Fehdehandschuh gegen die Bill hin. Hr. Coix hält es für unwürdig, daß Ober- und Unterhaus auf diese Art mit der Juden-Bill spielen. Könne man zweifeln, daß das Resultat das alte sein werde? Er fordert Lord Jon Russell dringend auf, endlich Ernst zu machen und die Juden-Emaneipation mittelst Resolution zu bewerkstelligen. Hr. Pease bedauert, daß viele Mitglieder dem Christenthum so wenig Lebenskraft zutrauen und es durch die politische Gleichberechtigung der Juden zu gefährden fürchten. Hr. I. Butt erklärt, auch er habe früher gegen die Juden gestimmt, werde aber jetzt für sie stimmen. Er habe eingesehen, 'daß das Christenthum auf einer stärkern Grundlage ruht, als eine!Phrase in einer Parlamentsakte ist. Hr. Stanhope sagt, wenn man die!Juden ins Haus lasse, wie wolle man dann Indien nach christlichen ^Grundsätzen regieren? Hr. Derby Grifstths erklärt sich für den Antrag.! Das Haus der Gemeinen sei ja keine Neligionsanftalt. Hr. Walther j vergleicht die Judenscheu mit der indischen Angst vor den Fettpatronen.!Hr. Adams protestirt gegen den Versuch, das Haus zu Gunsten der!Juden zu terrorisiren. Lord John Ruffell erwiedert, die Sache sei für?die City von solcher Wichtigkeit, daß, im Fall die Bill wieder scheitern!sollte, die Resolution unvermeidlich werden dürfte. Hr. Coningham!glaubt, daß dießma! trotz aller Opposition die Judenfrage einer günsti-!gen Entscheiduug entgegen gehe. Die erste Lesung wird genehmigt. (F.J.) j — Au zweckmäßigerer Handhabung der jüdischen Gemeinde-Armenpflege!geht man damit um, die hiesigen drei Gemeinden zu einer gemeinschaftglichen Administration hinsichtlich dieses Zweiges der jüdischen Communal-!Wirksamkeit zu vereinen. ’ (I. C.) Schweiz. Aus der Schweiz, 1. Dezember. Einige Schweizer Blätter bringen die Notiz, der schweizer. Generalconsul in Washington sei vom Bnndesrathe beauftragt, den lautgewordeneu Beschwerden amerikanischer!Juden gegen die Schweiz wegen Nichtvollzug des Vertrags mit der!Union entschieden entgegenzutreten und sie als unbegründet zurüäzuweijsen; die Schweiz vollziehe den Vertrag loyal. Diese Darstellung giebt!die eigentliche Sachlage nicht richtig an. Die Beschwerde der Israeliten :in den Vereinigten Staaten bezieht sich keineswegs auf den Nichtvollzug oder illloyalen Vollzug des betreffenden Freundschafts-, Niederlaffungs- und Handelsvertrags, sondern auf den Vertrag selbst, indem derselbe ihnen nicht diejenigen Rechte in der Schweiz gewährt, welche sie in

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