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Jeschurun · 1857-09-01 · Heft 12 (September 1857) · p. 657

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 12 (September 1857)
Article
Palästina [Nachricht]
Date
1857-09-01
Page
657 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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m Palästina. In einer vor Kurzem "in Amerika erschienenen Schrift ״ein amenkanischer Kaufmann in Europa, Asien und Australien" theilt der Verfasser folgendes charakteristisches Faktum über das Treiben der Missionäre in Jerusalem mit: ״Noch ein anderer Vorfall hat in hohem Grade die Freunde der Mission unangenehm berührt. Es sollen nämlich, wie man sagt, einige Bekehrungen unter den Einwohnern gemacht worden sein, die in Missionsschulen erzogen/ zuletzt ihr christliches Glaubensbekenntniß ablegten. In der letzten Woche nun machte ein bei einem Juwelier verübter Diebstahl von sehr bedeutendem Betrage der Polizei viele Mühe, den Dieb zu entdecken; einige Tage jedoch vergingen ohne die geringste Spur — die Neubekehrten waren natürlich über jeden Verdacht erhaben. Man kann sich nun die freudige Ueberraschung aller Freunde der Mission vorsteÜen, als sich ergab, daß einer der Hauptlehrer an der Mission, — ein Neubekehrter, und in der frömmsten Weise seinem heiligen Amte ergeben — nicht blos in diesem Falle der Dieb sei, sondern schon seit langer Zeit der Anführer einer sehr gefährlichen Räuberbande gewesen sei. Ueberhaupt wird es auch anderswo den Herren Missionären nicht vergönnt, ihre Sendung, ohne saure Mühe zu vollführen; so gesteht der Jewisch Intelligence ganz aufrichtig die Schwierigkeit für einen Missionär zu, es mit den Argumenten, die ihm von den Juden entgegengestellt werden, aufzunehmen. ״Unser Missionär so berichtet dieses Blatt von der Mission des H. Reichardt aus Cairo — hat viele Unterredungen mit Juden gehabt, welche durch ihre polemischen Bücher von Rabbi Abraham und andern verfaßt, in höchst fertiger Weise sich mit den Einwendungen gegen die göttliche Natur unsres Herrn vertraut gemacht haben, und so gar zu beweisensich bemühten —, daß d. N. T. nicht echt sei. Manchen mag nun die Sache ganz leicht und unbedeutend erscheinen; aber wir versichern unfern Lesern, die Mehrzahl unsrer christlichen Freunde würden sich in der größten Verlegenheit befinden, zu wissen, wie sie die-- sen Einwürfen begegnen und die erhobenen Schwierigkeiten beilegen könnten." Amerika. Philadelphia. In der Nacht vom Donnerstag dem 2. Juli wurde hier von unbekannter Seite ein ruchloser Anschlag unternomen, die Synagoge der deutschen Gemeinde Rodef Scholem in Brand zu stecken. Die Bösewichte, die den Anschlag ausführten, hatten zu diesem Behufe eine Maste Hobelspahne rc. rc. in einem Hintergebäude in dem Hintergründe der Synagoge aufgehäuft und legten ungefähr um zwölf Uhr Feuer an das Holzwerk. Die Flammen theilten sich sogleich dem hintern Theile des Hauptgebäudes mit und hatten schon bedeutend um sich gegriffen, als sie von der Polizei bemerkt wurden; auch ging noch einige Zeit verloren, ehe man sich Zutritt durch ein großes eisernes Thor, das nach dem Hintergründe des Gebäudes führt, verschaffen konnte^ Der SchameS, welcher mit seiner Familie den untern Theil bcwohnt, hatte sich schon zur Ruhe begeben, und wurde erst geweckt durch

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