Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 11 (August 1857)
- Article
- Aw
- Date
- 1857-08-01
- Page
- 550 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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556 Aw. gegebene!: Zerstreuten siegreich erhielt und ihnen selbst eine nnüberwindliche Selbstständigkeit und Ausdauer verlieh, der Noch aus Noth über sie einbrechen ließ, aber in jeder Stunde der Gefahr und Bedrängniß ihnen die ewig bereite Zuflucht und Rettung gewährte, der Gott hat sich eben in dieser Erhaltung der stets am Rande des Abgrundes Wandelnden ein Denkmal gestiftet, das endltch die Völker alle zu Ihm sammeln wird. Sic werden nicht umsonst diese Zerstreuten Jahrtausende lang unter sich wandeln sehen, ohne alle die Stütze und Hebel, die überall sonst die materielle und geistige Wohlfahrt der Völker tragen, ohne Land und Boden, ohne Fürsten und Herrn, ohne Priester und Mittler, ohne Tempel und sichtbaren Gott, von allem Diesen Nichts und für alles Dieses nur den Einen, Einzigen Unsichtbaren Alleinen und Sein heiliges, ewiges Wort — werden nicht umsonst mit allen jenen greif- und tastbaren Stützen und Hebeln alle andern Völker doch Volk nach Volk den Grabcsgang verschollener Nichtigkeit und dieses eine, ärmste mit seinem Einen allein in ewiger Jugend und sich verjüngender Frische wandeln sehen — diese Erfahrung wird ihnen endlich die Binde von den Augen reißen, sie kommen endlich zu Ihm und sprechen: Die Traditionen unserer Väter sind doch Tand und Lüge und vermögen ihren Bekenuern doch nicht dauernd ein Heil zu begründen! Wie sollten auch Menschen sich Götter machen, da sie selber nicht Götter sind! היעשה לוארם אל דים והמה לא אפויים! Das ist der Riß in die Binde, die seit Jahrtausenden die Augen der Menschheit gefangen hält. Ist ja diese Biude nichts anders, als der Wahn, es habe der Mensch sich seinen Gott zu prvduciren! Es könnte der Mensch, es könnten die Menschen, es könnte die Menschheit in Allvereiutgung, wenn sie nur ihre besten, geistigen und materiellen Kräfte einig zusammen thäten, sich eine ewige Stütze ihres Daseins, sich einen ewigen Träger ihrer Wohlfahrt, sich den Gott ihres Seins und ihres Heiles schaffen! Diesen ihren Gott sucht die Menschheit seitdem die Pforten des Paradieses hinter ihrem Rücken zugesallen, und sie die Stimme Gottes nicht mehr neben sich wandeln hört in dem von Ihm für sie gepflanzten Eden. Diesen Gott sucht der Wilde in seinem Fetisch, sucht der Heide i« seinem Bilde, sucht der moderne, europäische Denker in dem Prinzip!, auf welches er das schwanke