Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 11 (August 1857)
- Article
- Aw
- Date
- 1857-08-01
- Page
- 548 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Wenn ihre Sohne einst ihrer Altäre gedenke», Ihrer Götterhaine bei grünenden Bäumen, Auf hohen Hügeln, Dann stehest du wie ein Sohn der Berge auf flacher Au, Du, dessen Macht, dessen Schätze alle ich zur Beute gebe, Dessen Opferhöhen In der Sühne begraben liegen in allen deinen Kreisen! Du stürzest hinab — Aber i n dir trägst du von deinem Erbe, das ich dir gegeben, Und also lasse ich dich deinen Feinden dienen, Die du nicht kennst; Denn das Feuer, das ihr in meinem Unwillen angeschürt, wird bis in die fernste Zeit hin lodern. Das aber hat Gott damit verkündet; ״Fluch trägt der Mann, der auf den Menschen vertraut Und Sterbliches als fernen Träger setzt, Und von Gott weicht sein Herz! <|ע wird wie der Einsame in der Oede Wird nimmer sehen, daß Gutes kommt! Er wohnt, umglüht von Wüsteneien, Auf salzgetränktem Boden, der keinen Wohnplatz bietet". ״Segen aber der Mann, Der auf Gott vertrarrt, Und dem Gott die einzige Quelle seiner Zuversicht bleibt. Er wird wie ein Baum, an Wasser gepflanzt, Am Quell entwickelt er seine Wurzeln Und erfährt es nie, daß Dürre'kommt, Es ist sein Blatt immer grün, Selbst im Hungcrjahre sorgt er nicht, Hort nie auf Frucht zu tragen". Jeglichem ist das Herz entzogen, und eben es ist stech, Wer wird es kenne»? ״Ich, Gott, ergründe Herz, erforsche Nieren, Jeglichem nach feinen Wegen zu geben, Nach seiner Thaten Frucht"! Es ruft wohl Gegacker, hat aber nach nimmer geboren,