Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1857)
- Article
- Deutschland. Nicolsburg
- Date
- 1857-07-01
- Page
- 540 (sequence 2)
- Language
- German
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Aber verpflichtet, .da mi t nicht HO. lscet eHvseMjre videatur dem Herrn Prediger ein Paar cinfaeA Worte zur Beherzigung zu gcbes. Mr der dünkelhaftesten pnwiffeqheit, welcher nie das Perständniß der - Schriften unserer Akten aufqegangcn, kann die Behauptung einfallen, es habe der Begeisterung unserer Alten das Bewußtsein und ihrem $1,111* den 'daS Vicht und die Wahrheit gefehlt, und nur cmcni unwissenden Publikum, das nie in das Schriftthum unserer Alten geblickt, könnte ein solcher unwissender Ditukl vorpndigen, die Alten, deren Scclengedächr. nt% sie feierten, die sich in stehen nnd Sterben ך־ ׳קדושה' השב; hing? opfert, hätten sich von ihrem Glauben, der sie so selig gemacht, keine Rechenschaft ^hen können, sie hätten nicht gewußt, wofür sie gelebt und nicht gewußt, wofür sie gestorben! In unserer Gemeinde ist gottlob ru .. Thierah mrd .mit ihr die Kenntnrß unserer Alten noch nicht so ansgestorben, daß mcht Jeder, der mit solchen Phrasen bei unS auftritt, sich nur selber damit das traurigste testimoniunr päupertatis an Geist und Gesinnung aussteüte, . ׳ Wir׳ wollen ferner dem Herrn Prediger das Unlogische seiner Phra 1eN', und nuN z. B. der Phrase: ״durch Wahrheitsgründe dre Seligke!! zu beweisen", die die Alten ig ihrem Glgüben ohne diese Wahrheitsgrünte, empfunden, schenken; wir'wollen don H^rrn^ Prediger nur bitten, uns auch nur eine einzige neue, den Glau ben sördernde Wahrheit ru nennen, re erst die Neuzeit entdeckt, und die den Alten unbekannt gewesen. W!r fordern ihn ferner gut, uns auch nuv ein einziges Beispiel zu nennen. «S durch das ״schönere Iukenthum der Neuzeit" mit allem seinen ״Choral׳ Gottesdienst.", dem;1 ganz besonders diese Panegyrik der Neuen gilt, auch nur. Ein Jude ein besserer, wahrerer Jude geworden, auch nur Ein Jude dadurch von Uebertretung der götiltcken Gesetze zur. treuem Erfüllung derselben zurückgekommen. Die Erfahrung straft diese ganze ׳phrasenreiche Behauptung ' Lügt. Wir' suchen vergebens in den großen und kleinen Gemeinden, in welchen seit ).chr-יך-־י .׳״ Ehoralaottesdienst m voller Blnthe steht, nach einer gewisienhaftern Sabbathsenr. Wo ist der Geschäftsmann, der, .seitdem ״der.Gedankenreichthum der. Ehoralmelodien" sein Herz berührte, sein Geschäft an Sabbath geschloffen, .דאכ־ה אס"־"־ . gewiffenbafter beachtet, überhaupt auch nur zu dem kleinsten Opfer eines Geschäfts und eines Magengelüftes für dagöttliche. Gesetz durch den Choralgottcsdienst begeistert worden, für welches die Alten ohne vChorat--. gotteSdienst Gut und BlutFreiheit und Leben geopfert. Ach, sc hob! und windig ist diese ganze Phrase von -der durch den ChorälgotteSdkenst zu bewirkenden ״GlaubcnSbegeisterung" — . daß sich diese seine Wirkung nicht einmal an den Chdrführern und Chorsängern' Dhst auch nur rm mindesten bewährt, und man gewiß di« Muster eines glaubensbegeißerten, opferfreudigen gesetzestreueu IudenthuMs zu allerletzt unket unfern Choragen und ihren Ministranten suchen wird. 'Nicht einmal, für den Gottesdienst selbst ist der aus dem Choral« gefang zu ziehende Gewinnst eben groß, jawenn er, wie hier, zu Lande,