Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1857)
- Article
- Walachei [Nachricht]
- Date
- 1857-06-01
- Page
- 490 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2932754-2932835-2932845--02714-2941214- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
490 Walachei. Die in der Walachei lebenden Israeliten habenden Bevollmächtigten der Großmächte Adressen übersandt, in denen sie für sich und ihre Glaubensgenossen in der Moldau die bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte beanspruchen, die ihnen in allen civilisirten Ländern zustehen. Mit Nachdruck weisen sie hierbei auf Frankreich hin. Bei der jüngst stattgehabten Eröffnung einer Subscription zum Bau eimer Synagoge in Bucharest hat "sich i>er Fürst G h i k a mit einer sehr ansehnlichen Summe betheiligt. Anzeigen. Ausruf zur Hülfe für -re Lewifohn'fchen Waisen in Fulda. Selten hat wohl ein Unglückfall in gerechterer Weise die allgemeinste Theilnahme verdient, als das Geschick, das diese hinterlassenen Waisen eines würdigen Lehrers getroffen. Sieben unmündige Kinder wurden in wenigen Wochen des Vaters und der Mutter beraubt, und blicken nun Nächst Gott auf die in jüdischen Herzen so warm schlagenden Menschenliebe hin, die ihnen Hülfe und Beistand, Erziehung und Pflege gewähren, die ihnen Vaterauge und Mutterherz ersetzen möge. Gerne willfahren wir daher der von den Synagogen-Aeltesten und dem Rabbiner der dortigen Gemeinde an uns ergangenen Aufforderung, auch durch diese Blätter der Wohlthäügkeit Gelegenheit zu geben, diesem namenlosen Unglück helfend und rettend beizuspringen. Möge der Strom der Wohlthätigkeit ihnen in reichem Maaße zufließen! Mögen auch mit Gütern und menschenliebenden Herzen gesegnete — kinderlose —- Ehepaare sich der einen oder der andern dieser Vater - und mutterlosen Waisen väterlich Und mütterlich annehmen, und ihnen das angedeihen lassen, was dem eigenen Kinde zu leisten der Himmel ihnen versagt; oder mehrere Menschenfreunde sich vereinigen,^ die Pflege und Erziehung des einen oder andern dieser Kinder gemeinschaftlich zu versorgen. Siebe« Waisen bitten! Möge ihre Bitte nicht unerhört bleiben! Wir sind/zur Entgegennahme einer jeden Spende, sowie zur Ver- Mittelung einer jeden Auskunft gerne bereit. Die Red. d. I. Briefkasten d. Red. Die^ löbl. Red. amerikanischer Blätter ersuchen wir wiederholt, gefälligst bei ihren Zusendungen die Bemerkung: ״Pr. closed mail" nicht zu vergessen. Druck von LeinhoLd Barst. — Redakteur: Rabbiner Hirsch in Frankfurt am Main.