Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1856-1857)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1857)
- Article
- Italien : Rom [Nachricht]
- Date
- 1857-05-01
- Page
- 438 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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438 Italien Rom. Der ״N. Pr. Z." von hier wird unterm 6. April geschrieben: ״Ein Ereiguiß hat sich kürzlich hier zugetragen: ein Römer trat heimlich.zum Judenthum über und heirathete hier eine wohlhabende Jüdin aus dem Ghetto. Doch die Sache ward ruchbar, und letzte Woche holtm die Sbirren der Inquisition den Apostaten wahrscheinlich zu immerwährendem Gefängniß ab."׳ R n # l a n Unter den früheren Regierungen hatten die russischen und polnischen Juden Schwierigkeiten Unterstützungsspenden ihren nach Jerusalem gewanderten Brüder zukommen zu lassen. Während des letzten Krieges waren diese Sendungen sogar aufs strengste verboten und man weiß von welchen traurigen Folgen dieses Verbot für die jüdischen Bewohner der heiligen Stadt gewesen. Die Zeiten haben sich jedoch geändert. Kaiser Alexander duldet nicht nur diese Spenden der Wohlthätigkeit und der Religion, sondern er hat selbst ganz kürzlich durch Vermittelung des Fürsten Gorzakow dem Präsidenten des Jsr. Consistoriums (?) zu Warschau I. Togendtold eine Summe von 1200 Fr. zugesendet, um in Jerusalem den dort aus Polen und Rußland befindlichen Juden ertheilt zu werden. Außerdem soll der׳ Czar in wohlwollendster Weise eine Summe von 1200 Fr. bewilligt haben, um den vom Fürsten Paskiewitz zur Ausstattung armer jüdischer Mädchen in Warschau gestifteten Fond zu vermehren und zugleich 12,000 Fr. zur Unterstützung dürftiger Juden daselbst geschenkt haben. Man hofft in Polen allgemein, daß Hand in Hand mit solcher Milde des Kaisers Alexander IX auch die Gerechtigkeit seine Regierung in Betreff der Juden leiten werde. (ftt. Jsr.) Anzeige. Die Gemeinde Bnai ■ Jeshurun ״ ju Neu-Nork sucht einen חזן ובעל קורא, welcher fähig ist, einen Chor zu unterrichten und zu leiten, und alle Theile des öffentlichen Gottesdienstes—taut מנהג פולין ואשכנז,— mit Würde und vollkommener Sachkenntniß zu dirigiren. Salair für's erste Jahr nicht über Tausend Dollars. Die Wahl wird im Laufe des Monats Junius stattsinden. Candidaten, welche ihrer Fähigkeiten sich bewußt sind, werden eingeladen, sich auf eigene Kosten und spätestens zu Ende Mai hier zur Prüfung zu stellen und mit ihren Zeugnissen zu melden bei dem Vorsteher David Samson 267. Washington-Street Neu-Vork. Für den Synagogenbau in Bindsachsen sind bei uns eingegangen: von Herrn O in G. . . . 5 Thlr. P. Ct. D. N. Druck von Neinhold Saist. — Redakteur: Rabbiner Hirsch in Frankfurt am Main.