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Jeschurun · 1856-10-01 · Heft 1 (Oktober 1856) · p. 45

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
3 (1856-1857)
Issue
Heft 1 (Oktober 1856)
Article
Deutschland : Mainz [Nachricht]
Date
1856-10-01
Page
45 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Dritter Jahrgang. Erstes und zweites Beiblatt zum Oktoberbest. Ausgegeben den 13. Oktober 1856. In dieses Beiblatt werden Inserate zu 3 kr. pr. Zeile oder deren Raum ausgenommen. Deutschland. Mainz. Am 24. Sept. fand die Einweihung der von dem frommen Theile der hiesigen Gemeinde neuerbauten Synagoge, unter der freudigen und aufrichtigen Lheilnahme der gesummten Bevölkerung statt. Es ist dies der gerechte Tribut, der jedem aufrichtigen wackern Streben, das für die Sache die es als die heilige erkannt vor keinem Opfer zurückschreckt, geschuldet wird. Denn wahrlich an Opfern hat es das kleine Haustein Männer, deren Herz noch warm für die heilige Sache unseres Volkes schlägt, nicht fehlen lasten, und sowie es mit eine der trüben, schmerzlichen Folgen der Gegenwart ist, daß die frommen Juden um ihren Gewissenspflichten zu genügen' gezwungen sind, die ihnen theuren Stätten der Väter, an die sich so manche heilige Erinnerung knüpft, zu verlassen, so liegt doch gerade in Erscheinungen wie hier, in der mit den größten Opfern velbundenen und unter den beständigen Anfeindungen der Gegner unternommenen Bildung einer neuen Gemeinde, in der Erbauung einer Synagoge, in der Gründung einer Schule, die Bürgschaft,, daß das alte Judenthum, das man so gerne als veraltet schimpft, doch noch nicht allen Boden in den Herzen seiner Bekenner verloren, und daß es noch Kreise gibt, die es in sich zur Wahrheit machen wollen und ihm immer neue Stätten bereiten. Die Beschreibung der Festlichkeiten, die, wie schon bemerkt, unter der allgemeinen Theilnahme der Behörden und der gesammten christl. Bevölkerung stattfanden, so daß z. B. in den Straßen durch welche sich der Festzug bewegte, alle Häuser mit Flaggen, Fahnen, Teppichen re. geziert waren, werden Sie wohl schon aus den öffentlichen Blättern ersehen haben. Wir haben nur den einen Wunsch, daß unsere junge Gemeinde unter der Führung ihres wackern Rabbiners, des Herrn D-r. Lehmann, der durch seine treffliche Einweihungsrede von Neuem bewies wie treu und aufrichtig er es mit der heiligen Sache meine, unter hem Beistände Gottes zu immer größerer Blüthe und Vollendung gelangen möge. t ft t 1♦ 11 i Ä) Wien, 30. Sept. Unter den zahlreichen Deputationen, welche dem Kaiser während seines kurzen Verweilens in der ungarischen Landes-

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