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Jeschurun · 1856-08-01 · Heft 11 (August 1856) · p. 623

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 11 (August 1856)
Article
Rußland [Nachricht]
Date
1856-08-01
Page
623 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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567 Ettern, deren Schmerz man sich vorstellen kann, verloren, unterdessen keine Zeit, und gelang es ihren unermüdlichen Nachforschungen, ihre Tochter aufzufinden. Da dieselbe noch nicht majorenn ist, wurde sie ihren Ettern wieder zurückgegeben. Eine Klage beim Fiseus zu SaluceS wurde abgewiesen. Der Appelhof zu Turin aber verurteilte den H. Lehrer zu 1 Monat Gefängniß, zum Schadenersatz und in die Prozeßkosten. (Däu.0. Israel.) In Modena hat ein Jude 400,000 Ducaten zu wohtthättgen Zwecken vermacht. Amerika. Washington. Die Juden in dieser Stadt gehen jetzt, nach dem ״Occident", wenngleich unter großen Anstrengungen, mit dem Plane um, sich ein würdiges Gotteshaus zu erbauen, und finden bei dem guten Rufe, dessen sie sich durch ihre ehrenhafte Aufführung auch bei den andern Eonfessionen zu erfreuen haben, von allen Seiten thätige Aufmunterung dazu. New-Orleans. Die Regierung hat vor Kurzem dem isr. Wittwen- und Waisenhause, das vor noch nicht langer Zeit eröffnet wurde, 6000 Pfund Sterling Übermacht. Außerdem erhielt es noch viele andere namhafte Geschenke von Privaten. In Circleville, Milwaukie, Memphis und noch vielen andern Orten bilden sich neue Gemeinden, werden Synagogen gebaut, Vereine gegründet, kurz, herrscht ein überaus reges Leben. Nur ist.Schade, daß mit diesem neuen Geiste nicht auch überall die alte. Treue und gewissenhafte Befolgung des göttlichen Gesetzes gleichen Schritt hält. G g y p t e ti. Alexandrien. Unter den 150,000 Einwohnern der Stadt befinden sich 4,500 Juden, von denen 3000 Eingeborene, 1,500 aber Ausländer und zwar beinahe Alle Europäer sind. Die gesammte jüdische Bevölkerung bildet eine einzige Gemeinde deren religiöse Gesinnung durch keine Meinungsverschiedenheit gespalten ist. Von den 5 Synagogen in denen der מנהג der S ephardim ein geführt ist, gehört 1 ausschließlich dm europäischen Juden. Für das Schulwesen ist leider nicht so gut gesorgt. Es eristirt hier eine eigene Schule der europäischen Juden, in der aber das Jüdische gänzlich vernachlässigt wird, obwohl sie in manchen andem Fächern Besseres leistet; für die eingeborenen Juden bestehen ein paar Privat-Schulen, in denen ein wenig Hebräisch und etwas Arabisch gelehrt wird; sogenannte Feischulen eristiren nicht, denn eine ,תלמוד תורד Schule die nominell hier besteht, kann, sei es aus Mangel an Eifer von Setten der Administratoren oder aus Mangel .an Geldmitteln nicht zu einer gedeihlichen Wirksamkeit gebracht werden. Die Leitung der Gemeinde liegt in Händen von 30 Mitgliedern, aus denen jährlich ein Präsident und 2 Deputtrte gewählt werden. Alle Aemter sind Ehrenämter, selbst die חומם und שמשים erhalten mit Aus-

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