Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 11 (August 1856)
- Article
- Deutschland : Berlin [Nachricht]
- Date
- 1856-08-01
- Page
- 617 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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AusgMben den 1. Juli 18.56. Au dieses Beiblatt werden Inserate zu 3 kr. pr. Zeile oder deren Raum ausgenommen -N Berlin, den 11? Juni '185.6. G.s wird, -den Lesern -IW? Blattes nicht uninteressant sein Etwas über die erste ״Konsirmatiow" und ״Einsegnung" in der hiesigen Haupt-Synagoge zu erfahren. Wie die große Masse auf alles Neue gespannt ist, so machte dieser feierliche Akt schon lange vorher von sich reden. Alles wollte sehen. Astes hören; Mfi.. Höchster Wichtigkeit waren diese »ימי הגבלוד, diese Borbereitungstage für die jungen Mädchen und Knaben, welche jetzt.als בכותים, als מנחה חדשה, wie der beredte Prediger sich ausdrückte, dem Gotteshause zugeführt zve^den sollten.;Endlich nahte -die .ersehnte Stunde. Die einst vor tau-- senden von Jahren unsern Vätern unter Donner und Mitz das göttliche Gesetz am.Sinai verkündet wurde, so kündigten dieselben Elemente 111H Mn 8ten Schawuoß-Uachmittage an, daß 7 blühende junge Mädchen und 5 blühende junge Knaben ״die Weihe^ empfangen sollten. Trotz her heftigen Regengüsse, füllten sich doch, die Räume des Schulhofes schon um Z Uhr Nachmittags, während der feierliche Akt ״an geweihter Stätte? erst.auf 4 Ühr bestimmt war. Alle Massen und Honoratioren stiefiM Gemeinde chatten sich als Zeugen der Weihe eingefunden. .Um halb L Uhr rückte -dann endlich der Dirigent der Neligionsschule Hr. .vr. Wsin mit 7 weiß gekleideten, Plumensträuche in Händen haltenden Madchm und 5 schwarzgekleideten Knaben durch eine Seitenthür der Synagoge yyr, und stellte sich mit ihnen an ״geweihter Statte" auf. Ml -einigen einleitenden Worten fetzte er sodann auseinander, daß er .diese junges Pflanzen, nachdem sie die möglichst höchste Stufe der SchMtldung'.^r5 reicht hätten, jetzt aus der Schule als Diener und -Dienerinnen des-Gottes- Hauses ber Gemeinde zuführen wolle. Sodann begann die Prüfung, welche sich auf Antworten über Gottesdienst, .Festtage und meffianische Hoffnungen beschränkte — alle diese Antworten waren nicht allein rvW :אנשי, ' sondern nach Versicherung des Predigers lies gefühlt und reiflich überlegt. Nach der Prüfung betrat Herr Dr. Michael Sachs Me Kanzel; denn beiläufig gesagt ist in dem friedlichen Berlin lein Rangstreit zwischen Religionslehrer und Prediger und Heilten sie ,sich in .costegialifcher Brüderlichkeit in die Funktionen der Weihe. Nachdem -sich Herr vr. Sachs über die erfreuliche Erscheinung zum.Mn.Male ein חדשה-NfW dem Gotteshause zuführen zu können, ausgesprochen hatte, berührte er so-- dann die Bedeutung des Festes, der Stätte und die Dichtigkeit dMjAW und sprach den Priestersegen über die Deweihten aus. Dieses Me Feier