Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1856)
- Article
- Siwan
- Date
- 1856-06-01
- Page
- 488 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2932754-2932821-2932831-2939844--01610-2939905- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
484 III. R. Santob de Carrion. ausgeprägt, woran Gott erkennen wollte: daß es uns Ernst sei, ihn als unfern und unserer Kinder Gott in opferfreudiger That zu verehren, להיות לך לאלרי׳ ולזרעך אחריך, von dessen Unterlassung Gott gesprochen: אח בריחי הפר, meinen Bund hat er zerrissen —- ״Jeden Tag schallt die Stimme am Choreb und ruft: Weh den Menschen über die Vernachlässigung der Thora!" Was mögen die um den Horeb-Gipfel grollenden Wetter erst am Feste der Gesetzgebung rufen, wenn am Horcbfeste der ministrirende Prediger die bundesbrüchige Hand über die dem Horebbund entführten jungen Seelen streckt, nnd im Namen Dessen, der am Sinai sprach: du sollst den Namen des Herrn deines Gottes nicht zur Gaukelet aussprechen, Seinen Segen und Seine Verheißung verkündet?-- — Jüdische dramatische in Spanien. Von Di•. M. Kayserling. III. Madbi Santob de Garri -n» Kein Theil Europa's entfaltete in den früheren Jahrhunderten ein so reiches Culturleben, eine solche Empfänglichkeit für Alles, was mit dem Namen Wissenschaft belegt zu werden verdient, als die pyrenäische Halbinsel. Der Islam hatte nach seinem ersten stürmischen Auftreten, nach seinem Alles niederstürzenden Andrange mit der durch Feuer und Schwert verbreiteten Religio» zugleich die Wissenschaft und Sinn für dieselbe in seinen neuen Wohnsitzen angeregt. Kein Volk hat sich eben empfänglicher für diese Geistesspeise gezeigt, kein Volk die ihm zugeführten Elemente selbstständiger verarbeitet und unter sich verbreitet, als dasjenige, welches durch die Vorsehung dazu ersehen ist, allen seinen Gegnern und allen