Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 7 (April 1856)
- Article
- Donaufürstenthümer : die Juden in der Moldau und Walachei [Nachricht]
- Date
- 1856-04-01
- Page
- 411 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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847 Durch Herrn Rabbiner Fraenkel in Witzenhausen: Rthlr. Sgr. Pf. Rthlr. Sgr. Pf. Rthlr. Sgr. Pf. Aus Witzenhausen 21 14 2 ,, Hebershausen 1 — — ״ Nordhausen 23 5 -- 45 19 2 ״ Schermbeck 9 48 -״־ Ungenannt . . . ... . . . 1 — — 57 7 3 Aus Ungarn und Böhmen: Aus ELsenstadt st. 60 C.-M. * Randnitz ״ 20 ״ fi. 80 C.-M. Aus England: Aus London L 3. 10 ״ Bristol 2 ״. — L 5. 10. Amsterdam, den 19. Februar 5616. Das Unterstützungs-Comite für die Uothleidenden in Palästina. I. A. Roos, Secretär. M. Lehren. Hamburg, 22. Febr. Wir haben bereits vor längerer Zeit berichtet, daß mehrere reiche jüdische Familien aus Schweden, Dänemark, Rußland und Holland bei dem Magistrat der Stadt Wismar, woselbst bis jetzt keine Juden wohnen dürfen, um die Erlaubniß nachgesucht haben, sich dort, mederlaffen zu dürfen. In diesen Tagen soll den Petenten der Bescheid zugegangen sein, bei günstigern Zeitverhältnissen das Gesuch zu erneuern. ׳ Die Juden tu der Moldau und Walachei. Obgleich sich unter den Juden in der Moldau (z. B. in der Bukowina) keine Ackerbauer befinden, so leben doch viele von ihnen Ln den Agrieultur-Distrikten zerstreut, wo sie sich vorzüglich mit Gastwirthschaft beschäftigen. Ich weiß nicht, ob dies gesetzlich gestattet oder nur geduldet ist; jedenfalls steht sich der Reisende gut dabei, da dadurch das Reisen in der Moldau viel weniger U.nannehmlichkeLten bietet, als in der Walachei, wo namentlich für Juden jede gastliche Bequemlichkeit fehlt, da man hier kaum einen Juden erblickt und daher die Errichtung einer Koscher-Wirthschaft wenig Aussicht auf Gewinnst bietet. Gleichwohl ist der jüdische Gasthalter auf dem Lande Ln der Moldau trotz allem seinem Egoismus ein Märtyrer für das Wohl des Publikums. Der Gewinnst, der ihm aus seinem Geschäfte erwächst, wird durch die beständige Angst, in welcher er sich vor den zahlreichen Räuberbanden befindet, mehr als ausgewogen. Er ist jeden Augenblick in Gefahr, mitten in der Nacht oder auch am Tage angegriffen, beraubt oder selbst ermordet zu werden. Die Juden haben der Regierung keine schweren Taren zu entrichten,