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Jeschurun · 1856-04-01 · Heft 7 (April 1856) · p. 362

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 7 (April 1856)
Article
Nissan
Date
1856-04-01
Page
362 (sequence 14)
Language
German
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362 Die vier jüdischen Toaste. drohen dir, so du das Band dieses ״Einzigen" zerreißest. Lasse dich von diesem Einen halten, vertraue diesem Einen, liebe diesen Einen, fürchte diesen Einen — Er sei dein ״Einziger" — und alle Tyrannei der Gesellschaft und alle Gewalten der Natur haben ihre Macht über dich verloren. ״Sein Arm" wird für deine Ohnmacht stark sein, dein Recht werden ״seine Gerichte" vertreten, und auch über die Gewalten der Natur, diese ״Götter Mizrajims", wirst du Zhn als den allmächtigen ״Ordner" erblicken, der fie in die Schranken der von Ihm gesetzten Nöthigung zurückweist, ובמי אלהי מצרים אעשה שפטים der dich über sie hinaus in das Reich seiner Freiheit gehoben ,אני ר! Alljährlich darum wiederholte das ״freie" Israel das Opfer seiner Gotteserlösung und aß sein Erlöst! ngsopscr mit Sklavenbrod und bitter« Kräutern, auf daß in der Freiheit nnd in dem Glücke ihm stets gegenwärtig bleibe: Wem es seine Freiheit und sein Glück verdanke, aus daß vor Allem ihm im Bewußtsein bleibe, daß eS für die Erhaltung der Freiheit kein anderes Mittel als für die Erlangung derselben gebe, dieselbe Hingebung an Gott, die Freiheit und Glück gebracht, ihnen auch allein Dauer zu geben fähig sei, und —so Israel das Peßachopser der Hingebung verschmähe, ihm noch das Skavenbrod und der Bitterkeit nahe sei, wie es sie in der ersten Stunde der Erlösung in Händen hatte. Und nun sehet die zerstreuten Söhne dieses freien Israels an der großen Tafelrunde über die weite Erde. Als die 'גאולי ר, als die Gott es erlösten feiern ste das Fest ihrer Freiheit, ihrem ״Erlöser" weihen sie den Becher ihres Festes. Das Festopfer ist in der Zerstreuung ihnen versagt. Arme Erinnerungszeichen mahnen wehmüthig daran, daß alle die großen und äußeren Güter, die die Freiheit einst gebracht, Land und Boden, Staat und Tempel wieder eingebüßt worden, weil Israel nicht daran dachte, durch dieselbe Hingebung diese Güter zu bewahren, durch welche es sie aus Gottes Händen erhalten hatte. Um Sklavenbrod und Bitterkeit grupptrt sich das Festmahl, das Sklavenbrod beginnt das Mahl, das Sklavenbrod beschließt's, und eben dieses Sklavenbrod in der Stunde der Erlösung ermuthigt die Zerstreuten, dieses Sklavenbrod in der Stunde der Erlösung sagt's den Söhnen und Enkeln, daß ja dieser äußern Güter die Väter nicht zu ihrer Erlösung bedurft, ohne Land

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