Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1855-1856)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1855)
- Article
- Kislew
- Date
- 1855-12-01
- Page
- 148 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2932754-2932821-2932825-2939257--01120-2939298- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
148 Kirlew. -Dte 4 Chauuckah. dKMNgKN durch Jahrhunderte der Nacht and Verfolgung rüstete, in denen die Kenntniß und die Erfüllung des göttliche» Gesetzes ihm allein Kraft st!nd Ausdauer, Leben und Glückseligkeit gewähren, und darin seine Allem obsiegende, göttliche Kraft und Sendung bekunden sollte. ׳ Doch noch ein Kampf und noch eine Chanuckah stand ihnen bevor. Siegreich hatte sich das göttliche Gesetz in Ueberwindung der Feindseligkeit Fremder bewährt. Hatte seine Treuen beschützt und ihre Feinde selbst in Freunde und hochachtende Beschützer verwandelt. Die ganze Reihe der Perserkönige hindurch hatte sich diese Achtung und dieser Schutz mit wenigen Unterbrechungen vererbt. Und selbst ein Alexander, der das Perserreich zertrümmert hatte und eine Welt sich zu Füßen sah, beugte sein siegreiches Haupt vor der Hoheit des göttlichen Gesetzes. Wer ermißt die Folgen, wenn Judäa so fortgefahre» hätte, unbekümmert um seine politische Größe, ungereizt und unberührt von dem ganzen folgenden Strudel der politischen Bölkerbewegung, nur seiner göttlichen Ausgabe, der Erkenntniß und. der Erfüllring seines göttlichen Gesetzes zu leben, und es in Mitte aller, Ruhm und Eroberung und Macht und Einstuß erstrebender Nationen Eine gegeben hätte, der es, selbst mit Derzichtleistung auf politische Selbstständigkeit, genügt hätte, in stiller Erhabenheit des Heiles der Menschheit , zu warten! Welch ein mächtiger und weithin reichender Weg wäre damit der Huldigung des göttlichen Gesetzes ans Erden bereitet worden! In der Anerkennung und Huldigung, die die Perserkönig« und nach ihnen der Welt erobernde macedonische Held ihm gezollt, war der Anfang gegeben, und keine Gefahr schien fortan diesem Gesetz und seinen Trägern von Außen zu drohen, wenn — ihm nicht der Feind im eigenen Innern erwachsen wäre. Mit den siegreichen Waffen, die der macedonische Held bis nach tzem Ganges hin trug, brachte er zugleich griechische Kunst und griechische Sitte und griechische Weltanschauung und jene griechische Weisheit und Bildung in die asiatische Welt, die die schöne Sinnlichkeit des Menschen idealistrte und eine Vorstufe für jenes einstige Ziel der göttlichen Menschenvollendung bildet, das in dem, das ganze Menschenleben göttlich, weihenden jüdischen Got-