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Jeschurun · 1855-10-01 · Heft 1 (Oktober 1855) · p. 79

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1855-1856)
Issue
Heft 1 (Oktober 1855)
Article
Amerika : die Juden in Amerika [Nachricht]
Date
1855-10-01
Page
79 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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W hie Kraft und die Energie langjähriger .Anstalten. An neuen, Synagogen wurden dieses Jahr erbaut: Zwei in New-Uork, Eine in Cleveland, Ohio, Eine in St. Louis, Eine in New-Orleans, und die Synagoge in Cincinnati ward vollständig reparirt. Neue Gemeinden bildeten sich Ln Tisfin, Sandusky, Nashville, Tenn, Troy, Stokton, Madison, Wilmington. Neue Schulen^und Erziehungsvereine in Boston, Cincinnati, New- Haven und Detroit. Der so vielfach bewährte wohlthätige Geist unseres Volkes hat sich auch dieses Jahr. durch manche neue Anstalten bethätigt. Hierher gehört das Pflege-Asyl zu Philadelphia, die wohlthätigen Frauen - Vereine in Chigago, Pittsburgh, St. Francisco und St. Louis, der Mädchen-Handarbeit-Verein in Cincinnati, die jüdischen Wohlthätigkeitsvereine zu Albany, Cleveland und Loutsville, der jüdische Unterstützungsverein zu Laport, und die philanthropische Gesellschaft in Cincinnati. Das größte und auch gewiß bedeutendste Werk der Humanität im letzten Jahre ist aber wohl die Errichtung eines Hospitals in New-Dork, der Ankauf eines Hospitals m Cincinnati, bas Wittwen- und Waisen-Haus, in New-Orleans, und der Agricultur-Verein Ln New-Uork. An literarischen Gesellschaften, die sich im letzten Jahre gebildet haben, wären nur drei zu nennen: die Harmonie in Cincinnati und die literarischen Vereine junger Leute in New-Orleans und Baltimore. (The Israelite.) Der ״Israelite" vom 21. September 1855, enthält folgenden, in kulturhistorischer Hinsicht interessanten Paß für Pseudo Mr. Listenheim. ״Wir ersuchen die Davenport Gazette zu bemerken, daß des Revü! Doctor!!! Listenheim's wirklicher Name: Lichtenheim ist; daß er in England und in den vereinigten Staaten so oft getauft worden, als er für dieses schwere Werk Bezahlung erhalten konnte, daß er unser ganzes Land' durchgebettelt hat, insbesondere in Wheeling, Lasayette, Logansport, Galena und manchen andern Orten, wo er den Juden sagte, er wäre ein in augenblicklicher Noth gerathener Chasan, um ihnen milde Gaben zu entlocken, und den christlichen Geistlichen sich unter allen nur möglichen Benennungen producirte, um — auch von ihnen Geld zu bekommen." Tu n L s. Signor Simeon Natäs, ein aus Tunis gebürtiger jüdischer Kaufmann, der mit dem Haushalte des jetzt regierenden Bey zu der Zeit in Verbindung stand, als dieser nur noch Bey der Armen war, hat von demselben die Abschaffung einer der drückendsten Belastungen der Juden erwirkt, unter welchen namentlich die jüdischen Schneider, eine sehr zahlreiche Klasse der Gemeinde, bis dahin gelitten. Sie waren nämlich polizeilich gezwungen, für die Beyschaft um einen Tagelohn von fünf Kamba (20 Centimes) zu arbeiten, wofür sie sich mit Kost selbst zu versehen hatten. Sie wurden überdies eingesperrt und so lange unter

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