Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 12 (September 1855)
- Article
- Oberst Rawlinson's Bericht über seine neuesten Untersuchungen in Mesopotamien
- Date
- 1855-09-01
- Page
- Seite 646 (sequence 6)
- Language
- German
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646 Oberst RawlinsonS Bericht misch, von Hamath und sogar eine Königin der Araber, weiche in Jdumäa oder dem steinichtcn Arabien geherrscht zu haben scheint, nach Abkunft und Stellung eine Nachfolgerin der berühmten Königin von Scheba (Saba), welche ungefähr drittchalb Jahrhunderte früher den König Salomo besucht. Der biblischen Erzählung gemäß muß auf Tiglat-Pilesar Salmanassar gefolgt sein, ein Name, den man »och nicht in den Inschriften entziffert hat, aber welcher, glaubt man, ursprünglich an der Spitze einiger verstümmelter Täfelchen stand, welche die Kriege eines assyrische» Monarchen mit Hosea (?), König von Samaria, und mit einem Sohne Rezius von DamascuS verzeichnen. ES ist nicht unwahrscheinlich, daß, sowie Tiglat-Pilesar II die Monumente Pulö, den er stürzte, zertrümmern und entstellen ließ, so Sargon welcher wieder verschiedener Abstammung war und den Thron von Niniveh im Jahre 721 gewann, absichtlich die Urkunden von Tiglat-Pilesar und Salmanassar, seiner beiden unmittelbare» Vorgänger, verstümmelte, da keine einzige auf diese Könige bezügliche Tafel weder in vollkonnnenem Zustande, noch an ihrem ursprünglichen Platze gefunden worden ist. Rawlinson nimmt indessen an: Salmanassar sei feinem Vater Tiglat-Pilesar um 728 auf dem Throne von Niniveh nachgcfolgt, habe Samaria 724/23 belagert, und sei während dieses Unternehmens durch die Empörung Sargons überrascht worden, der sich endlich 721 an seine Stelle setzte. Sargons erstes war die Beendigung der Belagerung von Samaria und die Angaben über die samaritanischc Gefangenschaft in den Inschriften stimmt genau mit der Bibel. Halah-Habor und der Fluß Gozan, an welche die aus ihrem Vaterland entführten Stämme versetzt wurden und welche neuere Geographen so verschieden zu identificiren versucht habe», sind nach Ausweis der Inschriften repräsentirt durch das heutige Nimr ud und durch die zwei Flüsse Khabur und Mygdonius, welcher letztere griechische Name bloö eine Umformung von Gozan ist, und dieß war der ursprünglich assyrische Name der Stabt Nisibin. Die Jahrbücher*) SargonS sind in großem Detail erhalten und reich an Notizen von historischem Belang. Beschrieben sind darin seine Kriege mit Mer odach-Bala- *) Siehe Z-saia« so.