Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 11 (August 1855)
- Article
- England : London [Nachricht]
- Date
- 1855-08-01
- Page
- 611 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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M ein jeder Uebertritt zum Christbnthirm sicher zu meiner Kenntniß gelangen. Nun habe ich auch nicht von einem einzigen derartigen Falle gehört, so daß es höchstens eine Amzähl 'UnAückliche'r jüdischer Flüchtlinge gewesen sein kann, die, von Allem entblößt üttsern Boden betretend, jjteich in den Docks das Unglück hätten, jenen fromMen Htrren in die Hände zu fallen, die doch für jährlich 29,000 L jedenfalls einiger Erfolge ddtntzend bedürftig wären. Es werden dann die Namen der einzelnen Missionäre mit einem kurzen Berichte über die Art und Weise und den Erfolg ihrer Manöver mitgetheilt. Sv heißt es! Mr. Ewald, 0. — Mr. Hirsch, in Liverpool (einem Hafen, wo die meisten Flüchtlinge ans Polen landen) 2 Taufen. — Mr. Kleinhenn, 0: der 'Ort seiner Wirksamkeit war Bristol und ״sein Tagebuch ist von ganz besonderem Interesse". Mr. Ne ich är di besuchte die jüdischen Kriegsgefangenen in Plymouth und gewann ihr Zutrauen; zu welchem Ende ist nicht klar; so viel aber ist klar, daß die Behörden, denen die Kriegsgefangenen anvertrant sind, von ihret ן Macht über diese Schutz- und Vertheidigungslosen einen höchst eigenthümlichen Gebrauch machten, indem sie derartigen ehrw. Herrn gestatteten, sie mit geistlichem Zuspruch heimzusuchen. —Mr. M. und Mr. R:- einige belebte Discussivnen 'mit Inden. — Ich übergehe das glänzende Resultat, das die Gesellschaft in Amsterdam erzielte, wo sie einen Inden taufte, der dann freilich Frau und Kinder zu nöthigen wußte, seinem Beispiele zu folgen, und erlaube mir nur noch, Ihre Aufmerksamkeit auf eine in dem Berichte enthaltene Thatsache zu richten, der die größtmöglichste Oeffentlichkeit zu geben als heilige Pflicht erscheint. Viele jüdische Eltern vertrauen nämlich ihre Kinder zur allgemeinen wissenschaftlichen Ausbildung christlichen Schicken an, natürlich in der festen Ueberze'ugung, daß das religiöse Moment gänzlich ungetrübt der häuslichen Erziehung überlassen bleibe. Wie wird dieses Vertrauen vergölten? Die ehrw. Herrn scheuen sich nicht zu bekennen, daß allerdings die Anwesenheit dieser Kinder benutzt wird, ihnen Stücke aus dem neuen Testament vorzulesen, daß man so, indem man sie außerdem noch Psal- Men und Lieder aus dem GesaUgbüche auswendig lernen läßt, die Saat äuszustreüen sucht, die dann später zur völligen Bekehrung reifen soll. Das Herz empört sich bei dem Gedanken, wie hier auf die Schwäche der noch für jeden Eindruck empfänglichen Kindergemüther und auf deren Verschwiegenheit speculirt wird, urü ihre Elteön in deren Heiligstern Interesse auf's Tiefste zu verwunden, mid bä innere Zwietracht, Heuchelei und Verderbtheit gesäet wird, wo nur Reinheit und OffeülM und Unschuld gepflegt werden sollte. Neben solcher Handlungsweise können selbst Behauptungen, wie׳: die Rabbiner suchten die Bekanntschaft mit der heiligen Schrift von ihren Gemeinden fern zu halten, uns nur ein mitleidiges Lächeln der Verachtung entlocken.