Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1855-07-01 · Heft 10 (Juli 1855) · p. 520

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 10 (Juli 1855)
Article
Thamus
Date
1855-07-01
Page
520 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2932754-2932807-2932818-2938762--00728-2938781
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

m Tbnmu gesprochen »mb zugleich zeugen, wie Sein Won von »ft« erfaßt und erfüllt werde» solle. ״Die Tafeln waren 011י׳ S kein; oder sie waren geschrieben mi» göttlichem Finger!" Den irdischen Stoff von GotteS Finger bernbren und gestalten lasten, den irdischen Stoff dem Gepräge deS göttlichen Geistes und de« göttlichen Willens willig hingeben, den irdische» Stoff sich zun, Träger der göttlichen Worte gestalten lassen — den Geist nicht Geist, daö Wort nicht Wort sein lassen, sondern Geist und Wort als Beherrscher und Gestalter in den Kreis unseres ganzen irdischen Wesenö einführen — daß von dem Finger Gottes unser ganzer irdischer Stoff sein Gepräge und seinen Werth und seine Gestaltung erhalten, und unser irdisches Dasein nichts anderes werde als ein von Gott und für Gott zeugendes Denkmal, und unser irdisches Leben nichts anders, als eine von Gott und für Gott zeugende Schrift — das ist die Summe des vom Sinai gesendeten Wortes. ״Und die Tafeln waren durch und durch von beiden Seiten geschrieben,;׳מזה ,ומזו״ wie du sie wendest, waren sie geschrieben!" Nicht an der Fläche nur, nicht an der Eine» Seite nur, nicht oberflächlich und nicht einseitig soll uns daS Sinaiwort ergreifen״ durchdrtngen soll es »ns, durch und durch soll es sich unserm ganzen Wesen in allen seinen Fugen aufprägen und einprägen und durchprägen, und wie man uns wende, überall soll an uns die Gottesschrift recht und leserlich und verständlich erscheinen! Siehe die zeugenden GotteStafeln! An ihnen gab'6 kein Oben und kein Unten, keine rechte und keine Kehrseite! Die Schrift durchbohrte sie durch und durch und doch waren sie von beiden Seiten zu lesen! Also auch du! durch und durch sei Jude! Und wie man dich wende sei Jude! Grabe die GotteSschrist nicht nur Einer Seite, Einem Thcile, Einer Beziehung deines WesenS ein, daß von Einer Seite, in Einer Beziehung betrachtet, du als Jude, als Träger deS göttlichen Namens uud Willens erscheinest, aber wenn du den Rücken kehrest, »mb in andere Beziehungen trittst, du als alles Andere nur nicht als Jude mehr erscheinest, du alles Andere nur nicht den Namen und den Willen GotteS mehr trägst, oder doch nicht mehr ganz so Jude bist, nicht so ausgeprägt mehr den göttlichen Willen trägst. Durch und durch sei Jude, nach

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.