Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1855)
- Article
- Rabbinische Sprüche
- Date
- 1855-05-01
- Page
- 456 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2932754-2932807-2932816-2938624--00657-2938697- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Rabbtntsche Sprüche. 466 WaS sie zur Seile sich gelegt, Ergriff die Hand so leicht, Der Schatz, den sorglich ich gepflegt, Nicht Eine Hand erreicht; Waö sie an Gütern hausten an, Blieb fruchtlos immer fort, Der Schah, den mühsam ich gewann, Trägt Früchte — hier und dort; — Was sie im Leben sich errafft, War Gold und Edelstein, Der Schatz, den ich mir angeschafft, Schließt Herz und Seelen ein — Was sie zu sammeln sich bemüb't, Nur Fremder daran zehrt, Der Schah, für den mein Geist erglüh't, Genuß — mir selbst gewährt —: Was immer ihrem Fleiß gelang, Nur hier auf Erden nützt — Der Schatz, den glücklich ich errang, Im Himmel — Werth besitzt! — So sprach der hasmonäische Fürst der bei einer in Palastrna auSgebrochenen Hungersnotb die sammrlichen, von seinen Vorfahren aufgehäuften Schätze unter die Armen verteilen ließ. אגרא דבי הלולא מלי אגראדבי טמיא שתיקוהא ברכור. ו׳ב׳♦ 3) Im Hochzeitöhause sich'S gebübrt, Daß heiteres Gespräch man führt; Im Trauerhause ist der Ort, Wo Schweigen ist — das schönste Wort! (Wird fortgesetzt.)