Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1854-1855)
- Issue
- Heft 6 (März 1855)
- Article
- Jüdisches Gemeindewesen
- Date
- 1855-03-01
- Page
- 323 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Dritter Artikel: Thalmud Thora. 3. Die Gemeinde. 323 Thora den Rücken kehrt! Wartet meines Wortes! Ich habe euch schon einmal in einer ähnlichen Zerklüftung der Zeiten meinen Prophcten Elias gesendet, der den zertrümmerten Israelsaltar wieder berstellte und die Baalspfaffen zum Gottesgerichte am Karmel versammelte. Wartet meines Wortes! Ich sende ihn euch wieder, Elias den Propheten, bevor der große und ernste Tag des Herrn anbricht, er wird den Sinn der Väter zu den Söhnen, den Sinn der Sohne zu den Vätern führen, sonst würde ich kommen und die Erde mit Verderben treffen! Wartet meines Wortes! Die Zerklüftung dauert nicht ewig! Der Geist des wiederkommenden Elias ist ihr Arzt — oder der Ernst der Zeiten wird sie heilen. Wartet meines Wortes; כי לקח סוב נהחי לכם חורחי אל חעזבו, denn es ist das einzige Gut das ich euch gegebeu, verlastet meine Thora nicht! Verlasset meine Thora nicht! Wie klein oder groß die Gemeinde אין חחלח דינה אלא על דברי חורה• Wenn eine Gemeinde keine Svnagoge in ihrer Mitte errichtete 11nb des Gottesdienstes nicht gemeinsam wartete, würdet ibr sic noch als jüdische Gemeinde erkennen? Wenn eine Gemeinde ihre armen Genossen verkommen, ihre durchreisenden Brüder verschmachten, ihre Kranken und Schwachen verderben ließe, würdet ihr sie noch als jüdische Gemeinde erkennen? Und es dürfte sich eine Gemeinde als jüdische Gemeinde begreifen, die den allerersten Zweck ibrer Vereinigung vergäße, die .nickt alle ihre Kräfte zusammenthäte, um die Thora, diese Wrirzcl unseres ganzen Heiles, in ihrer Mitte zu pflanzen und zu pflegen, die cs gar nicht einmal des Augenmerkes würdig hielte, ernste Umschau zu halten, ob denn auch diese Basis unseres ganzen Daseins, diese Seele unserer Seele, dieses Leben unseres Lebens, ohne welches auch der Gottesdienst, den sie pflegen, allen Werth und das leibliche Leben, das sie wohlthuend erhalten, seine Bedeutung verlöre, ob denn dieses Gotteswort in allen Hütten, allen Herzen, allen Geistern ibres Kreises die hingebendste Pflege finde, ob denn überall Gelegenheit da sei, daß ihre Kinder auf dem Schooße dieser Thora erzogen und gebildet werden, ihre Jünglinge und Jungfrauen in dem Geiste dieser Thora sich entfalten und reifen, ihre Männer und Frauen ans dem Born dieser Tbora sich erleuchten unb kräftigen, ob überall diesem אשדח, diesem Gesetzseuer der Gemeindcaltar errichtet sei, durch welchen allein