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Jeschurun · 1855-01-01 · Heft 4 (Januar 1855) · p. 190

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 4 (Januar 1855)
Article
Teweth
Date
1855-01-01
Page
190 (sequence 6)
Language
German
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/ Jfc /ד־־ ACJ?r, ) I, ד. J 190 Dcr zehnte Tewcth. führt zum Heil. Warum!׳ist du in'ö Galuth gcwaudnt? Weil du die Thora deineö Gotteö verlassen. Warum dauert diesed Galuth noch? Weil du zu seiner Thora noch nie mit ganzem Herzen und ganzer Seele zurückgckehrt, ihren Gesnmmtinhalt noch nie dauernd zur Wahrheit gebracht. Wad wird diesed Galuth enden? Nur die volle Rückkehr znr ganzen Thora erlöset dich. ES ist Gott, der dieses spricht. Und diesen Gott, und die Wahrhaftigkeit seines Wortes, und die überall und immer waltende Vorsehung dieses Gottes musit du erst vcrläugnen, wenn du auf ander»! Wege dein und deiner Kinder Heil finden zu können glauben willst. Schlage dir am Fasttage die Bücher deiner Propheten und die Worte deiner Weisen auf und lieö, waS dich in'S Unglück gebracht! "ויחערבו בגוים וילמדו מעשיהם, ,,sie mischte» sich unter die Völker und lernten ihre Sitten" ist die Grabschuft aller Prophetenstimmen auf Jcruschalaim-Zions erst ein Leichensteine, und: מפני שבאח, Menschenfeindseligkeit hat uns begraben, tönt's aus dem Schutt des zweiten Jcruschalaim- Zionfalls. Siehe da, die Grundzüge unserer Nationalsünden, an denen wir bis auf den heutigen Tag herab kränkeln! Der Mangel an Muth, der Mangel an Selbstständigkeit, mit entschiedenem Ernste den eigenen Weg rein und entschieden zu wandeln, der Mangel an Kraft, der Mangel an Begeisterung, dcr Mangel an Selbstkenntnist und Selbstachtung, dcr Mangel an felsenfest vertrauendem Festhalten an Gott und sein heiliges Wort, die uns alle befähigen würden, mitten unter allen Völkerfamilien der Erde zu leben, an ihren Sorgen, an ihren Bestrebungen Theil zu nehmen, uns harmonisch und freundlich und hcilesthatig ihnen anzuschltefien, und doch keinen Zug der eigcnthümlich jüdischen Gottespflichten einzubüßen, Mensch unter Menschen zu sein und doch oder vielmehr um so mehr durch und durch Jude, wie es unsere ursprüngliche Bestimmung gewesen: ״Haltet und übet, denn das ist eure Weisheit und Einsicht vor den Augen der Völker, die alle diese Chuckim, alle diese Gesetze hören und sagen werden: ist doch

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