Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1854-10-01 · Heft 1 (Oktober 1854) · p. Seite 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1854-1855)
Issue
Heft 1 (Oktober 1854)
Article
Thischri
Date
1854-10-01
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2932754-2932807-2932809-2937900--00026-2937937
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Thischrt. 11 Hütten und Paläste nur viratb arai, nur unsere vorübergehende Heimath bilden, weißt^s ja, daß auf dieser Pilgerfahrt nur Gott unser Schul), und seine Gnade uns schirmt, schrecktest ja nicht, und müßtest mit Weib und Kind durch Wüsteneien du wandern, weißes ja, daß der Gott, der vierzig Jahre lang die Väter mit Weib und Kind durch die Wüste geleitet, in Hütten geschirmt, mit Manna gespeist, daß der Gott noch dein Gott ist, und auch mit dir durch Wüsteneien wandert, auch jede Seele deiner Hütte kennt und für jede das Manna seiner Gnade zu spenden weiß. Und ob wir unter einander nach Maaß des Besitzes uns tausendfältig anchabstnfcn, mit gnadersteinernen Mauern der Eine, mit bescheidenem Bretterzäune der Andere sich abgränzt, und dem Dritten nur Schtajim kehilcliathan uscheHschitli afila. ■ tefacli, zwei Wände zu bauen und die dritte nur anzudeuten vergönnt ist, in unscrm eigentlichen Schutz, in dem, was uns deckt und schirmt, darin sind wir Alle gleich, das ist nichts, was von Menschenkünstlichkeit Zeugt, das ist nicht das, was mekabbel tum ah ist, was den Hauch der Vergänglichkeit zu fchnien hat, in d en Defanoth unterscheiden wir unS, im Sechaeh find wir alle gleich; denn es ist nicht der Menschenbcsitz, und die Menschenkraft und die Mcnschenklugbeit, es ist Gottes Gnade und Gottes Segen, der uns schützt, und Paläste und Hütten mit gleicher Liebe deckt. Und nicht bekümmert und sorgevoll, nicht trübe und traurig, nicht miztaer lebt sich's in der Hütte, die das Gottvertrauen erbaut und die Gottcsliebe deckt. Was kümmert'S dich, daß es nur Dirath arai, daß es nur vergängliche Hütte ist, daß sie dieb, oder du sie einmal verlassest; die Mauern mogelt fallen, der Schutz im Sturm verweben, hinaus dein Gott dich rufen, 'die schirmende Liebe Gottes ist überall und ewig mit dir, und wo sie dich weilen läßt, wo sie dich schützt, da tesclnvu keen t’cluru da w ohnst du im fl üchtigsten Moment der flüchtigsten, vergänglichsten Stätte so ruhig, so sicher, als wäre sie für die Ewigkeit dein Haus. Aber nicht nur ruhig und sicher will dich dein Gott, zur Freude, zur Simckah, zur reinen, menschlichen ungetrübten Freude, hat Er dich berufen, läßt nicht umsonst dieBlüthen duften und die Früchte

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.