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Jeschurun · 1887-12-22 · Heft 51 (22.12.1887) · p. 815

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Journal
Jeschurun
Volume
20 (1887)
Issue
Heft 51 (22.12.1887)
Article
Rußland : Warschau [Nachricht]
Date
1887-12-22
Page
815 (sequence 2)
Language
German
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nanb und Isabclla die Juden nicht zur Auswanderung I nöthigen, vielmehr ihnen Freiheit und Raum gewähren, Rußlands materiellen, geistigen und sittlichen Nationalfonds zu mehren. Das ist der innigste Wunsch eines patriotischen Russen. 'Rumänien.' י Jassy. Der Rabbiner Taubes hatte sich gej stattet, vor Beginn der jüngsten hohen Festtage für die jüdischen Soldaten um Urlaub zu bitten. Ein Offizier, Kapitän Baldawitsch. fuhr den Bittsteller darob sehr grob an. Der Rabbiner suchte trotzdem ihn für die vorgetragene Bitte günstig zu stimmen. Darauf strengte der tapfere Kapitän eine Beleidigungsklage gegen den Rabbiner an und zwar mit so günstigem Erfolg, daß Herr Taubes zu einer Strafe von 200 Frank und einer-Zivilcntschädignug von 2000 Frank verurtheilt worden ist.!- Australien. * Melbourne. Der jüdische Wohlthätigkcitsverein hatte laut des eben veröffentlichten NcchenschaftSberichts vom Jahre Oktober 1880,7 eine Einnahme von 1177 Pfd. St. 18 Sh. 6 P. (23 500 di) und eine Ausgabe von 1354 Pfd. St. 8 Sh. 11 P. (27 090 di). Die Verwaltung richtet an die Vereinsgcnofsen die dringende Bitte, das Defizit durch besondere Spenden zu decken.' Palästina. * Die Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Sidon haben ein Schreiben au den ״Hamagid" (Lpck) gerichtet, in welchem sie mitthcilen, daß in dieser, im Gebiete des Stammes Scbulun liegenden Stadt allmählig eine ansehnliche jüdische Gemeinde entstanden sei, deren Mitglicdcr sich von Handwerk und Handel auskömmlich bis jetzt ernährt haben. Wenn auch der Wohlstand nur ein mäßiger war, so konnten doch auch Werke der Wohlthätigkeit, insbesondere an Einwohner anderer palästinensischer Städte, geübt werden. Jetzt aber fei durch die allgemeinen traurigen Verhältnisse die Gemcinde sehr zurückgckommen. Es fehle dort namentlich eine gute Schule, in welcher Religionswissenschaft und die für das bürgerliche Leben erforderlichen Kenntnisse gelehrt werden. Ferner mangele cS an einem Arzte und einer Apotheke. Die Vorsteher wünschen mit ihrem Schreiben das Interesse und die thätige Hülfe ihrer europäischen Glaubensgenossen zu erwecken und in Anspruch zu nehmen. Werschau. Von Herrn M. Ehrenthcil in Budapest geht uns eine Zuschrift zur Veröffentlichung zu, in welcher er die von ihm gegebene Auffassung zu rechtfertigen sucht. Er schreibt n A., daß in manche» ältere» Ausgaben die LcSart צבות*? vorkommt, was seine Auffassung allenfalls als hinfällig erscheinen ließe. Er fährt dann fort: ״Da jedoch in den heutigen Ausgaben ausnahmslos die Schreibweise לצוות als die entschieden richtigere festgehalten wird, so braucht man blos die Ausdrücke לשמשני und לצוות etwas schärfer ins Auge zu fassen, um unsere Auffassung als vollkommen bercchtigt betrachten zu können. Auch die Stelle כל העולם (Sabbath 30 b) alterirt uns durchaus nicht. Jedes einzelne Geschöpf hat doch in der großen Ockonomie der Natur einen bestimmten Zweck, welcher der Gefammtschöpsung zu gute kommt. Und so verfügt denn auch jedes einzelne Geschöpf, wenn auch unbewußt, über die milliardenfachen Zwecke aller übrigen Geschöpfe. In biefem Sinne ist auch das בל העולם vollkommen richtig." (Trotz dieser Erklärung müssen wir bekennen, daß wir uns von der Nichtigkeit der Auffassung des לצוות deS geehrten Herrn Verfassers nicht zu überzeugen vermögen. Redaktion.) Würz bürg, 20. Dezember. Berehrlichc Redaktion! In der Korrespondenz von Würzburg in Ihrer geschätzten Zeitschrift ״Jeschurun", Seite 760/781, über die hiesige israelilijche Lehrerbildungsanstalt hat sich ein wesentlicher Fehler cingeschlichcn. Dort heißt cö: Neunzehn Zöglinge wurden auö dcr Anstalt entlassen, von welchen fünf die Anstrillsprüsung am Königlichen Schullehrerscminar mit sehr gutem bczw. gutem Erfolge bestanden. Es soll jedoch heißen, von welchen süuszehtt die Austrittöprüfnng rc. Indem ich um baldgefällige Berichtigung dieses Fehlers bitte, zeichnet Hochachtungsvoll Nathan Bamberger, Distriktsrabbiner. Drttckfchler׳Bcrichtigttttg in Nr. -40. In der ״Dnickfehter-Lcrichtiglliig" ist leider ebenfalls ei» fuiUrMstellender Fehler zu berichtigen. Statt ״Der in dem Werke nuferer ^הן״ supponirt werden soll", muß es heißen ״unseren"^

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