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Jeschurun · 1887-11-03 · Heft 44 (3.11.1887) · p. 703

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
20 (1887)
Issue
Heft 44 (3.11.1887)
Article
Rußland : Warschau [Nachricht]
Date
1887-11-03
Page
703 (sequence 2)
Language
German
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703 50 Millionen Rubel, davon fällt 1 Million Rubel ans 5032 Morgen, welche im Weich bilde der Städte und 49 Millionen Rubel auf 495 498 Morgen in den Farmen und Dörfern belesenen Landbesitz. lieber den Betrieb des LandbaucS stellt den jüdischen Grundbesitzern die Hanptditekrien der LaudeSkredit«Gesellschaft im Königreich Polen, der in dieser Hinsicht anerkannter Maßen kompetenteste Richter — ein sehr schmcichelhaflcS Zeugniß and, was unter Anderem in folgenden Daten;um Ausdruck kommt: Fm Königreich Polen gehören den Juden 335 Güter. In 147 ist der Znstand der Wirthschast ein mnstcrhafler, in ]03 Güten weniger befriedigend, in 63 ganz unrationell, auf 15 Gütern sind die Eigenthümer zur Parzellirnng geschritten, und 9 Güter sind in Arrcndc abgegeben. Bon 422 37 7 Morgen großer Güter sind blos 387 000 Morgen mit Darlehen der Landeskredit-Gesellschaft bc-!astet, davon sind 238 Güter, welche weniger als 1000 und 97 Güter, welche mehr als ]000 Morgen umsassen. Bis ]862 belief sich der Preis für eine Uwolola (11114)1־ als 40 Morgen) auf 590 bis 2500 Rubel, während im Jahre ]882 der Preis für eine Uwoloka von 1000 bis 5000 Rubel stieg; dagegen seil den Iudenkrawallen und, seitdem sich Gerüchte bildeten über die bevorstehende Nechtsbeschräusung der Juden im Königreich Polen, wo sic bekanntlich seit l882 völlig emanzipirt waren, ist der Bodenpreis wieder auf seinen ursprünglichen Werth gesunken, was eben die gegenwärtige fürchterliche Krisis ans allen Gebieten dcö Handels und der Industrie herausbcschworeu hat. (Oesterr. Wochenschrift.) War sch alt, im Oktober. Die Ausbringung der zur Erhaltung der jüdischen Gcmeiuden crsorderlichen Mittel geschieht zum größten Theil durch einen Zuschlag, welcher von seiten der Gemeindeverwaltungen mit staatlicher Erlauvniß ans den Preis deS כעזר* Fleisches erhoben wird. Run läßt sich nicht verkennen, daß eine solche indirekte Besteuerung manche nicht zu billigende Härte in sich schließt. Man ve.rlheuert ein unentbehrliches NahmngSmittel ans künstliche Weise zu! fiskalischen Zwecken und beschränkt dadurch den ärmeren; Klassen den Flcischgenuß. Eine Abänderung dieses 1 BcstenernngsmodilS erscheint deshalb allerdings geboten. : Cs wird aber nicht so leicht, sein, dafür den geeigneten : Ersatz zu sinden,!veil cS ja überhaupt schwer stillt,! eine seit;äugen Jahren eingebürgerte BmvaltnngSs Praxis zu ändern. Die Frage nach einer Aeudcrung : ist augenblicklich an der Tagesordnung und beschäftigt in lebhafter Weise die Gemeindcadminislralionen, hosscnt- :!vird dieselbe aus friedliche Weise durch die Einführung! einer gercchlen n!׳d billigen Gcmeindcsteucr ihre Erj ledignng sinden. j .../.. Warschau, 23. Oktober. Die Zeitung j ״Ob. Wist" macht die Mittheilnug, daß die Zahl der! jüdischen Tabackspflanzcr in Bessarabien 1809 betrügt; 1 von denselben werden 2992 Desjatincn Land angcbaut. i Der jährliche Ertrag bringt 67 000 Pud Taback. — j Auch die politischen russischen Blätter können die Bc- I spiechuug der Lage der Inden und der durch ihre s Bedrückung und Ausweisung culsichenden Nachtheile nicht mit Stillschweigen übergehen. So bringt eine : Kiewer Z-ilting, daß die Zahl der im Gouvernement i Kiew ansässigen jüdischen Kausleute die der uichtjüdischen j überrrissl. Es wird vcrschiedeucrjeits darauf hiugciviescu, welcher gewaltige Schaden dem Handel mrd der In-; dustric durch die Unterdrückung der jüdischen Elemente bereits erwachsen ist und, wenn auf der gleichen Bahn! fortgeschritten ivird, noch fernerhin erwachsen wird.! Briefkasten der Nedaktivn. j Ans iH'ridjicbnic au 1t 11 ö ergangene Aussotdernngett zur s Nichtigstellinig der in den״ .׳Jüdischen i״i 1 er1 ״ h 1־j»i'a 11Nr. 40/41 | non •Seiten de-.׳ Herrn Dr. Nippncr in seinem Anssatze 3n.n1; 70. Geburtstag dev Proiessvr H. Gratz" bOiOueu kennzeichnung! der Knut, welche Samson Naphael Hirsch an dem Erätz'scheu Äeschichte-werte seiner Zeit geübt bat, erwidern wir, daß zu einer : solchen feine Veranlassung vor liegt. Weder von Grätz, noch j seiner Schüler und Freunde Seite ist ,nährend der seitdem ver-! slossenen :!0 Jahre auch nur der Versuch gewagt worden, einen ׳ einzigen Satz der v crnichtet'.den Äritii zn widerlegen. Durch hcräl'würdigende Enistellnitgcn kann dieselbe nichl entlrästet werden. Ittscratc werden die 3spaltige Pctitzcilc;rfV ft CY ii ä 5>lr den Inhalt derselben übernimmt dir oder deren Raum mit 25 Psg. berechnet. || I V" t' 1vi, V f 1׳ ♦> Neda tri an keinerlei Verantwe.rtnng. )usertionS- und AbouncmetttS-'Annahtne für Frankfurt a. M. auch bei Herrn I. Kansfntann daselbst, ohne Preiserhöhung. >)^ci ׳Adolf £14)11, Berlin \\\, Lntzow- “O straße 74 in F r ankf n r t a. 2>t. bei I. 5lanüman!t. erschien Rebekta Wolf, geb. He ine man!!, Äochbilch für ist. grauen.' achte sehr vermehrte u. verbesserte Ausl. Preis clc!ן. fleb. M. .*J,SO. Praktisch,ökonomisch u.schr empsehlenswerth. I8v^611ti36116 für Uervsn- und Genuilhskranke ™ Sayn Im, Coblenz a. Rhein. Aufnahme zu jeder Zeit.

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