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Jeschurun · 1887-10-13 · Heft 40-41 (13.10.1887) · p. None

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Journal
Jeschurun
Volume
20 (1887)
Issue
Heft 40-41 (13.10.1887)
Date
1887-10-13
Page
None (sequence 1)
Language
German
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geringe pt: ,Irschnrnn. 44 Verein für Erziehnilg ismel. Waisen Aeräsch-Israelitisches minder uuiiciiiittcitcr Eltern aus dem Denk srft o n eixlj. ♦ Jahr ist mm verflossen seit Begründung unseres Vereins. -— Mit erhebendem Gefühle blicken wir auf dasselbe zurück. Es hat ein neues, glänzendes Zeugnis; geliefert von dem sprichwörtlich gewordenen Wohl- *1'•'-»s' thätigkeilssiime unserer Glanbensgenouen. Bei Eröffnung unserer Sammlungen schwebte uns der Gedanke vor: will man Roth und Elend ansrotten, oder nicht aufkomuien lassen, mus; mau mit kräftiger Hand das Fortwnchern desselben beseitigen und das erste Auskeimen zu verhindern suchen. Das ist das uns vorgeneckte Ziel und der leitende Grundsatz unseres llnteruehmeus, und mit Genngthmmg dürfen wir sagen, das; wir 1111*5 mit einer sehr großen Anzahl hervorragender Männer unseres Vater- Landesin Ilebercinstliumung befinden über den Weg zu diesem Ziele. Wir heben ausdrücklich hervor, das; wir nicht eine ein- oder mehrmalige llitterstützmrg für Verarmte anstreben, sondern das; sich Misere Anstalt die Erziehung hilfsbedürftiger Waisen und der minder armer Eltern zur Aufgabe machst was den Gemeinden und Eltern zur Erleichterung und den Kindern zum Heile dicru. Die lange l׳i!!e Derjenigen, welche uns einen Beitrug zngesichert haben, beweist also nicht blos den Wohlthäugkeirssiiin in Israel, sondern, das; man auch Verständnis; für unser Bestreben hat und uns in demselben rhatkräftig unterstützen will. Möge um! Gott geben, das; diese Erkenntnis; sich in immer weitere Kreise verbreite und mögen 1ms dadurch die Büttel reichlich znsließen, das begonnene Werk in immer ausgedehnterem Maße zum Segen imserer dentfthen Glaubensgenossen fortznsetzen. tluser vorjähriges Nmidschreiben hatte nicht allein den Zweck, unser Vorhaben zu erläutern , sondern auch einen Fühler cmsznstecken, ob solches genügend Anktaug findet, um es ansfnhren zu können. Dieses ist in überraschendein Maße geschehen und das Jntercffe, welches uns durch Männer mit großer Erfahrung ans dem Gebiete der Wohlthätigt'eit durch ihre uns freiwillig eulgegengebrachten Rathschläge gezeigt worden ist, hat zur A b ä n d e r 11 n g des Xitel s 1111 f e r c s V e r e i n s und zur Ausarbeitung n euer, d e m 11 ä ch st e rs ch e r n e 11 d e r Etatnten geführt. Die Tendenz derselben gipfelt darin, das; unser-Verein dazu bestimmt ist, einem klar erkannten Bedürfnisse a-zuhelsen. -- Während die jetzt in Deutschland bestehenden, segensreich wirkenden Waisenanstalteu zumeist mir lokalen und provinziellen Ansordermigeu dienen, und zwar mir zu Gunsten von Waisen — wobei in vielen Fällen sogar Halbwaisen ausgeschlossen sind, soll eck »ruserc Aufgabe sein, hilfsbedürftige 5rinder ickrnclitischrrr Glaubenck aus ganz Deutsch l and durch sorgsamste Pflege und eine sittlich-religiöse, den (4Zr«lrdsätzeu des Iudeuthumck entsprechende Erziehung zu körperlich und geistig tüchtigen Menschen und guten Staatckburgern herau^ttbilden , die heim Eintritt Ln das praktische Leben den Anforderungen der Zeit entsprechen. Es soll iimi die erste unserer Anstalten in Die.; a. d. Lahn eröffnet werden und es sollen an anderen Plätzen solche Nachfolgen, sobald die Büttel dazu vorhanden sein werden: wir iverden unsere Ansmerksainkeit auch auf die Ilnterbringmig von Kindern in geeigneten Familien richten, wem! Misere Anstalten nicht zu deren Aufnahme ansreichen. Mitglied unseres Vereins kann Jeder werden, der einen Beitrag von 2 Mt. per Jahr entrichtet; größere Beiträge sind selbstverständlich außerordentlich erwünscht. jDurtlj eine einmalige Zahlung von 100 Mk. erwirbt man die lebenslängliche Nlitglieüschast, Durch eine solche ״ ‘iOO ״ ״ ״ ״ immerwährende ״ Unsere Vereinsmitglieder bitten wir, es als ihre moralische Pflicht zu erachten, die Zwecke des Vereins nach Kräften fördern zu helfen, insbesondere demselben neue Mitglieder zu werben, bei freudigen und anderen Anlässen freiwillige Beiträge, Schenkmigen und Stiftungen znznsühren; sie sollen sichnamentlich bemühen, in ihren Gemeinden, in welchen für Spenden bei besonderen Veranlassungen Spcndenbücher bestehen, die Ei'urämmmg einer Rubrik für den Verein und dessen Zwecke zu erwirken. Die Zweigvereine bilden das Bindeglied zwischen den Mitgliedern mW dem Eentralvorstand; sie üben mittels! ihrer Vorsitzenden in den Gcneralversammlnngen durch Anträge, Wahl des Eeutralvor)landes, Decharge- Ertheitung den Einsluß und die Aufsicht ans die Leitung des Vereins ans; sie sollen dem Eentralvorstand durch Zuführung, Empfehlung und Begutachtung der Ansnahmegesiiche ihrer Bezirke die nöthige ttnterstntzimg gewähren und für die nach vollendeter Erziehung ans den Anstalten des Vereins zu entlassenden Zöglinge eine ״׳ ״״״י^י״י״ -■ ״ -~׳m weiteren Anhaltes sein.

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