Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 36 (8.9.1887)
- Article
- Asien [Nachricht]
- Date
- 1887-09-08
- Page
- 574 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Moränen von FraaS sind nur DenudationSrcste von Schutthalden. Selbst die Hügel des Kadischah-ThalcS, die den Zedernham tragen, können nur als wahrschcinlich glazialen Ursprungs bezeichnet werden, da geritzte und geschrammte Geschiebe so gut wie ganz fehlen. Wenn also auch zur Diluvialzeit der Arz Libnün, der höchste Punkt des Libanon (bis 3066 Meter), Gletscher hatte, so waren eS doch nur wenig entwickelte, die in circa 2000 Meter Höhe endeten. Auch jetzt tragen die höchsten Gipfel noch ewigen Schnee, und an geschützten Stellen liegen kleine, aber ächte Firnselber mit Moränen. Als Schneelinie im Libanon wird dir Höhe von 3050 Metern angenommen. Imgende Sitte. Die israelitische Gemeinde Schötmar, Lippe-Detmold, ist gezwungen, eine neue Synagoge zu bauen. Nach Urtheil der Sachverständigen ist die jetzt bestehende Synagoge total baufällig und muß abgerissen werden. Die hiesige'Gemeinde besteht aus 15 Familien, die alle von ihrer Hände Arbeit leben müssen und die nicht entfernt daran denken können, ans eigenen Mitteln je ein neues Gotteshaus zu erhalten, selbst wenn dasselbe noch so bescheiden gebaut wird. Die Gemeindemitglicder sind alle bereit, das äußerste, was in allen Kräften steht, zu den! Ban beizusteuern, müßten aber von ihrem Vorhaben abstehen, wenn sie nicht unterstützt würden. Die Gemeinde wendet sich deshalb vertrauensvoll an die so oft bewahrte Mildthätigkcit ihrer Glaubensgenossen und bittet dringend und ergebenst um deren Hülse. Die freundlichen Geber dürfen versichert sein, daß ihre Beisteuer auf das Allerwürdigste verwandt werden wird. Die Herren Vorsteher werden höflichst gebeten, dieses Gesuch bei den Gemcindcmitgliedcrn zirkuliren lassen zu wollen. Die Spenden wolle man gütigst an einen der Unterzeichneten Vorsteher, oder an den mit- Unterzeichneten Lehrer Rosenwald in Iserlohn einsenden. Schon im voraus sagen wir den hochherzigen Spendern herzlichen Dank ומשנרתם תהיה שלימה מן השמים. Ergebenst Der Synagogenvorstand. - יי יי י׳; Theodor H amlct, I. B. Schellenbach. M. Rosenwald, einer. Lehrer, Iserlohn- Daß die im vorstehenden Aufrufe enthaltenen An׳ gaben ans strcngsttr Wahrheit beruhen, wird hierdurch mit dem Bemerken attestirt, daß in Schötmar, meinem Geburtsorte, der Gottesdienst noch in altherkömmlicher, echt jüdischer Weise abgchalten wird. Iserlohn, im August!887. M. Rosenwald, emcr. Lehrer. Arrfrilf. ב״ה בין המצרים ישוכנו פדות ורוהה! Kowno, 4. Mcnachcm^Aw 5647. Entsetzliche UnglnckSsÜlle haben im Laufe dieses Sommers Rußland hcimgesucht. Ungeheure Feuersbrünste, welche in solchem Umfange und in solcher Häufigkeit unerhört sind, reihen sich an einander. Die Hand GotteS hat uns schwer getrosten; das Unglück nimmt zu: Gott erbarme sich unser! Kaum ist die schreckliche FenerSbrunst in der alten Stadt Man, die zum größten Thcil mit aller Habe ein Raub der Flammen geworden, zu unserer Kunde gelangt, noch ist man mit der Sammlung von Spenden zur Linderung des Elends der von diesem Unglück schwer Getroffenen beschäftigt, so ereilt uns die Nachricht, daß auch ein großer Thcil der Stadt Scharednik mit ihren Gotteshäusern niedergebrannt ist. Wir haben uns noch nicht zu fassen vermocht ob dcS Entsetzens, so trifft eine neue Schreckensbotschaft ein. . Die Stadt Zeikifchak ist gänzlich durch Feuer zerstört. Alle Habe, alles Gut, Synagoge und Lehr- Häuser sind hier vernichtet, ׳— nichts ist übrig gcblieben. Nur zwei Häuser stehen noch. Die gcsammte Stadlbcvölkcrung lagert auf dem freien Felde und erinangelt jeglichen Schirms und Schutzes gegen Regen und Sturm. Und während das Mitleid geschäftig ist, diesen Unglücklichen die nothweudigsten Mittel zur Fristung des Lebens znzuführen, so dringt der Nothschrei ans der großen Stadt Schweuzian zu uns Diese Stadt ist ebenfalls total den Flantmcn zum Opfer gefallen mit jeglichem Gute, mit Synagogen und Schulen! Aber auch hiermit ist das Furchtbare nicht er-