Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 18 (5.5.1887)
- Article
- Amerika : New York [Nachricht]
- Date
- 1887-05-05
- Page
- 287 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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287 חסך zu suchen und — in gerechter Freude sei es hier ausgesprochen — auch zu finden ist. Am verflossene» Peßachfcstc wurde hier Seitens der Gemeinde ״Mischkan Jißrael Ansche Snwalk" eine prächtige Synagoge eingeweiht. Dieselbe enthält 400 Männersitze und zwei Fraucn-Gallericn. Sie ist wohl die größte der orthodoz.׳en Gemeinden NewyorkS. Die ans Suwaik in Rußland nach hier ubergesiedclten Juden haben außer, dem eine Gemeinde hier gegründet unter dem Namen ״Kol Jißrael Ansche Suwalk", welche älter als die ״Mschkan Jißrael" ist. — Der Verein 'מחזיקי תית, ebenfalls von Juden russischen Ursprungs gegründet und unterhalten, hat ein Haus Nr. 227 East Broadway mit erheblichen Geldopfcr erworben, um geeignete Lehrräume für dm Unterricht in der jüdischen Ncligions- Wissenschaft herzustellen. Sie sehen, das Judenthum ist auch in der westlichen Hemisphäre nicht verlassen und findet auch hier treue und begeisterte Jünger, welche es als die heiligste Pflicht ihres Lebens begreifen, es zu erfüllen ״mit ganzem Herzen, ganzer Seele und allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln." . -0- Boston, April. Wenn ich für die folgende kurze Notiz ein Plätzchen Ihres geschätzten Blattes in Anspruch nehmen möchte, so gilt es dem ehrenden Andenken einer wahrhast edlen jüdischen Frau, deren irdische Laufbahn soeben beendet ist. Frau Kate Markus, Gattin des Herrn Alfred A. Markus, ist nach einem Leben, welches eine fortlaufende Reihe hoch- -herziger, frommer Thaten bezcichn'ct, in das bessere Jenseits eingegangen. Ihre Menschenfreundlichkeit, ihre Wohlthätigkeit, ihr frommer Sinn sichern ihr ein unvergängliches. Gedüchtniß in unserer Mitte.'' Die ganze jüdische Bevölkerung ist in 'tiefe Trauer versetzt. Herr Rabbiner Mora iS aus Philadelphia gab an ihrer Bahre diesem allgemeinen Schmerze beredtem Ausdruck. Ihre irdische Hülle wurde, wie Herr MyraiS solches ausdrücklich betonte, nur zeitweilig und unter der föcmlichen Bevorwortung bestattet, um demnächst nach Jerusalem überführt und daselbst in dem Boden deheiligen Landes zu ruhen, wo ihr Gatte für sich und seine Gemahlin schon vor längerer Zeit eine Grabstätte in der Nähe des OelbergeS erworben hat.; Australien. •f .... •, t>. * Sydney. Am 6. März fand hier eine Versammlung der Englisch-Jüdischen Bereinigung statt, bei welcher Gelegenheit, wie der ״Jewish Hcrald" meldet, Herr Matthews die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf das von uns nach Australien gerichtete Schreiben hinsichtlich der Einwanderung flüchtiger Juden lenkte. Er sprach die Ansicht aus, daß es Pflicht eines so freien Landes sei, sich der unglücklichen Brüder anznuehmcn. Herr M. .Gotthelf machte darauf aufmerksam, daß der Vorredner einen wichtigen, von uns hcrvorgchobcnen Punkt übersehen habe, ob nämlich die Juden hier die religiösen Pflichten gewissenhaft auSüben könnten. Dieses sei ab^.für den einen Theil des Landes geradezu eine Unmöglichkeit. ES sei auch zu befürchten, daß sie daselbst von den konkurrircnden Arbeitern mißhandelt und an ihrem Erwerb gehindert werden könnten, wodurch sic der Wohlthätigkeit anheimfatlen müßten. Der Vorsitzende, Reverend A. B. Davis, bemerkte, daß ohnehin schon eine ziemliche Anzahl dieser fremden Israeliten nach Sydney gekommen wären, welche von den Gemeinde- Mitgliedern unterstützt werden. Inserate werden die 3spaltige Petitzcilc QC M M oder deren Raum mit 25 Psg. berechnet. <11 ■ A ן Für den Inhalt derselben übernimmt die s-H. Nedaktion keinerlei Verantwortung. JnsertioZS- und Abonnements-Annahme für Frankfurt a. M. auch bei Herrn I. Kaufsmann daselbst, ohne Preiserhöhung. Der StetZeu-Nachweiö-Vereiu jüdischer KaufleriLe, שומרי שבת, Ceiltrnl-Comite Breslau, weist seinen Mitgliedern, welche 1 Mk. BeitrittSgeld und 3 Mk. Jahresbeitrag zahlen, Stellungen in au Sabbathen und Festtagen geschlossenen Geschäften kostenfrei nach. Wir bitten die geehrten Herren Chefs— auch Nichtmitglieder — uns ihre Vakanzen srenndlichst anznmclden, und richten gleich, zeitig an Alle,- denen die Heilighaltnng des SabbathS Herzenssache ist, die dringende Bitte, sich für Verbreitung unseres Vereins zu interessiren. Offerten nimmt entgegen der Schriftführer Herr Martin Araeukek, Nrestau, Schwertstraße 5a. - Aür einen größeren Haushalt in Königs- O berg i. P. wird eine tüchtige, retigiöfe, israelitische Köchin oder Wirthiu gegen hohen Lohn gesucht. Offerten unter J. C. 7810 an Rudolf Moffe, Berlin 8. / -