Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 20 (1887)
- Issue
- Heft 15-16 (21.4.1887)
- Article
- Indien : Kalkutta [Nachricht]
- Date
- 1887-04-21
- Page
- 255 (sequence 2)
- Language
- German
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255 Elia Dawid Joseph Csra für Arme und Waisen gegründet worden. ES werden darin 80 Kinder unterrichtet mib zugleich beköstigt, vier Lehrer wirken an der Anstalt. Außer dem Hebräischen und den NeligionSwisscnschasten werden die Schüler in profanem Wissen unterrichtet. Der Zustand der Schule ist vorzüglich. Ihr edler Gründer bestritt deren Unterhaltung mit etwa 650 Nupien pro Monat und nach dessen Ableben setzt sein Sohn dieses wahrhaft große Werk in gleicher Weise fort. Im Allgemeinen wird von den Juden in Kalkutta der menschenfreundliche Sinn, welcher sich in Werken der Liebe äußert, gerühmt. Dagegen scheint es zu sein, als. ob das Studium des Gesetzes dort nicht so eifrig betrieben.wird, wie. in; Nnßland und Polen. Es ist aber doch eine erfreuliche Thatsache, daß der Sinn für Thora und. Aboda dort gepflegt wird. Thelierste Glanbeiisgeuosseu! Wohl sind wir uns bewußt, wie so oft die jüdische Wohlthätigleit in Anspruch genommen wird und wie mannigfach der Nus um Unterstützung an Euch herantritt. Aber wann hätten sich die Kinder Israels Grenzen setzen lasten, um fürder wohlthalig zu Wicken. Es ist ja. bekannt, Israels Wohlthätigkeit kennt keine Grenzen, besonders da nicht, wo cS cinsieht, daß Hülfe in Wirklichkeit Noch chut. In dieser hülfsbedürfngen Lage besindet sich unsere Gemeinde. Am 28. September v. I., gerade am Vorabend zu .yyp ראש השנה bei dem großen Brandender hier wüthete, hat uns das große Unglück getroffen, daß unsere Synagoge, sowie Gemeinde-SchulhanS ein. Raub der Flammen geworden sind. Beide Gebäude, sind bis gutii Grunde niedergebrannt, und konnten mit knapper Noch und Lebensgefahr nur die heiligen Thorarollen gerettet werden. i . . י .: a. ,;י Die Synagoge nebst Schulhaus, enthaltend Lehrerwohnuug und Schulzimmer, wurden von uns im Jahre 2870 unter der größten Aufopferung von nur 16 Mitgliedern, welche größtentheils unbemittelt sind, erbaut. Es haften heute noch 2400 «ft daraus als hypothekarische Schulden. . . . ,׳ ׳:. ......; Die Synagoge war nur mit 5000 «ft verstcherck, und bleibe» uns dann nur noch nach Abzug der angeführten Schulden 2000-./L Vaukapital zum Aufbauen zur Verfügung. ׳ . Die hiesige Gemeinde zählt jetzt 18 Mitglieder, von welchen aber kaum die Hälfte im Stande ist, einigermaßen beizusteuepn. Thencre Glaubensbrüder und Schwestern!, unser Loos ist sehr traurig-, wir sind nicht im Staude, wenn nicht fremde Hülfe kommt, das Gotteshaus und SchulhauS wieder aufzubauerr. Wir waren stets bemüht, wo sich Noth zeigte, zu helfen, unsere Hände waren stets offen bei jeden! allgemeinen Ausruf und nun sind wir leider in der sehr traurigen Lage, unseren theueren GlaubenSbrüdern die Hand' bittend und hülsefuchend entgegen strecken zu müssen.;; ־.0׳־•- ־ •:v•• : .ü: ׳-; Jede Gabe wird dankend angenommen, .die Unterzeichnetcn sind sammtlich berechtigt und bereit, .Gaben m Empfang zu nehmen. Den Empfang werden wir s. Z. m. G. H. .in jüdischen Blättern quittiren. -י,'.;״ - - , ׳ Hü»seid, im März 1887;■ 5 I. Pla.ut, - H. Fürst, M. Stern, ׳'יי Koutroleur. Kassirer. Vorst, d. isr. Gemeinde. Ich bestätige den geschilderten Nothstand der isr. Gemeinde Hünfcld und die Dringlichkeit allseitiger Unterstützung zur Ausfnhrung ihres frommen Werkes. . . . Fulda, im März 1887.׳ , ׳ Dr. M. E a?)»/ Provinzial-Nabbiner. Inserate werden die Zspaltige Petilzeile ' oder deren Raum mit 25 Pfg. berechnet. Für den Inhalt derselben Übernimmt die Nedaktion keinerlei Verantwortung. Insertions- und Abonnements-Annahme für Frankfurt a. M. auch bei Herrn I. Kausfmanu daselbst, ohne Preiserhöhung. Ein Rabbiner, orthodox, in einer hochangesehenen Gemeinde, wünscht Sohn u. Tochter zu verheirathen. Ersterer hat eine vorläufige Einnahme von 10,000 M. Mitgift für letztere 15. bis 20,000 Mark. Eltern von strenger Neligiösität, welche aus das ciue oder das andere Anerbieten einzngchen gedenken, wollen sich Vertrauensvoll an den Vater selber wenden. Offerten 5ub tt. 21758 befördert die Annoncen- Expedition pon U32senstoin L Vögletin München. ,., ..... . In meinem Hause können noch einige. .Knaben Aufnahme finden. Dieselben e!npfangen bei vorzüglichster Pflege eine sorgsältige Erziehung. IsasLe ]HLiirscU, . HüMVLrr, Artilleriesiraße 29. a. i SKNatormm für israel. NervsrrlerdeKde n. WaffeNhörlKnstalt. KkekLrotHsr'a.pr.s. Gesunde Lage, am Fuße des Taunus, nahe eines hübschen Waldes. — Arzt im Hanse. Bei komfortabler ^inrcchtuug mäßige Pensionspreise. Näheres enthalten die '־־ ־ ׳'־ Prospekte. Br. msä. Rosenbaum Frankfurt 0. M. - (D<aS in Erledigung gekommene Bezirks- ׳׳׳%״׳ Nabbinat Gailingerr (Baden), mit dein Wohnsitze in Gailingen, sott wieder definitiv besetzt werde». : Bewerber haben ihre Gesuche unter Anschluß einer Darlegung ihres seitherigen Lebensgangs, ferner der Nachweise über ihre allgemein wissenschaftliche und fachlidje Ausbildung, sowie über erlangte Autorisation zur Ausübung von RabbinatSsnnktionen und .über ihre seitherige VcrusSthätigkeit binnen vier Wochen bei Gr. Obcrrnth der Israeliten irr Karlsruhe einzureichen, lieber die Einkonnnenöverhältnisse der Stelle giebt die Bezirks-Synagoge Gailingen nähere Auskunft. -- Gailingen (Baden), den 27. März 1887. Die BezirkS.Synaaoge: S. H. Guggenheim.