Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 3
- Article
- Schlußwort zum vierten Bande
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 474 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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474 Nachrichten. mitgetheilt habe (welche jedoch daselbst nicht erschien), und bald darauf kam mir die Abschrift eines offiziellen Briefes von Hrn. R. an die Gemeinde zu Grotoschin (im Ghth. Posen) -u, worin dieses gleichfalls .mit Entstellungen anderer Umstände angegeben war. Man denke sich mein Erstaunen, daö von Unwillen nicht frei bleiben konnte. Durch die Mitteilung an die a. Z. d. I. war eine recht weite Oeffentlich« keit beabsichtigt, und das officielle Schreiben an jene Gemeinde bewirkte dieselbe Ln einem Grade, wie es vielleicht von Hrn. R. selbst nicht erwartet sein mochte, indem die „fromme" Rührigkeit gewisser Menschen dieses Schreiben zuerst in vielen Abschriften verbreitete, dann die auf mich und die Zeitschrift bezüglichen Stellen ins Deutsche übersetzte (das Schreiben war in hebräischer Sprache), diese Übersetzung drucken ließ und nach verschiedenen Orten hin versandte. Was von solcher „frommer" Rührigkeit zu halten ist, bedarf wohl keiner weiteren Erwähnung. Ebenso halte ich eS für überflüssig, auf Hrn. R'S Bemerkungen über mich und meine Bestrebungen einzugehen; seinem Gewissen gebe ich eS heim, ob diese Anklage zum Zwecke der Selbst, reinigung dort an ihrem Orte war, die Anklage selbst aber ist eine so vage, daß sich darauf Nichts erwiedern läßt. Aber die Thatsachen, welche darin unrichtig angegeben sind, und besonders das unrichtige Verhältniß, Ln welches er sich zur Zeitschrift setzt, müssen hier abgewiesen werden. Liest man nämlich die oben nach der Wahrheit angegebenen Umstände, wie sie sich auö unserem Briefwechsel belegen lassen, so wird man die Aeußerungen des Hrn. R. zu würdigen wissen, wenn er sagt, ich hätte seinen Namen unter diejenigen gesetzt, welche Beiträge zu der Zeitschrift liefern wollten, ohne ihn darum anzu fragen, er habe von mir verlangt, in der Zeitschrift anzuzeigen, daß sein Name nicht mehr genannt werde unter den Mitarbeitern, damit er nicht genöthigt sei, dies Ln einem andern Blatte bekannt zu machen, eine Forderung, der ich noch immer nicht entsprochen hätte. Ein jeder Einsichtige und Redliche kann hier nicht umhin einzugestehcn, hier seien Facta entstellt. — Jedenfalls wußte ich nun, wenn ich dies auch auf ganz eigene Weise erfahren mußte, daß Hr. R. nicht mehr als Mitarbeiter erscheinen wolle, und habe ich daher sowohl einige