Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 362 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2929020-2929036-2929040-2931825--2479-2931905- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
362 Recensioneu. schon längst allgemein Jibbum nicht für rathsam erklärt und überall Chalkzöh angeordnet« (S. SS7); «wir trauen uns. in den trüben Gängen der Zeiten, nur an festlichen Zeiten, an Jarim taüw, diese Geist- und GemüthSerhebnng über's Leben zu, und nur an Jaüm taüw treten unter uns die Kahanim zum Segensprechen hin« (S. 731). Aber wenn auch hier ganz unverholen von Abänderungen berichtet wird, so dürfen doch nunmehr bei ganz gleichen Fällen keine vcrgenommen werden. Sagt man: «nach unserS Welttheils Sitte, die dem Kinne den Bart nicht gönnt," ist eS unpassend» und daö Fest entwürdigend, in der Festwoche mit einem Barte zu erscheinen, während doch die ganze Einrichtung, ihn nicht in dieser Zeit zu scheeren, zum Fesischmucke dienen sollte, so antwortet H.: gerade hier hast du Gelegenheit zu bekunden, daß du, unbekümmert um die oberflächliche Stimme der Zeit, die Väter und ihre Institutionen achtest« <S. 140 und 141); auch zugegeben, die Einrichtung sei jetzt in sich ividersprechend, so „bleibt sie doch Gesetz, so lange sie nicht, selbst nach veränderten Umständen, durch eine der Einführenden an Gliederzahl nnd Gesetzesweisheit überlegene Gesetzesbehörde aufgehoben ist« <S. 141); denn „gewissenhaftes Aufheben fordert größere Weisheit als gewissenhaftes Ordnen« (S. 506). Fragt man ihn: die Bestimmungen über das Abnehmen des Bartes mit der Scheere und nicht mit dem Scheermesser, sowie über das Stehenlassen der Haare an den Ecken des Hauptes sind ja unser» Sitten ganz zuwider, dann ruft er uns zornig zu: „Willst du, Jüngling! (Hirsch spricht nämlich blos mit jungen Leuten 2^ ivn npz Sprw. 7, 7. 2bnv 'Hivs nriM rirri nrn nrr Jes. 28, 9) Willst du Jüngling, der Mode, der Bequemlichkeit zu Liebe, dem ausdrücklichen Verbote deines Gottes zuwider handeln?« (S. 599). Sagt man ihm: «Aber unsere jetzigen Trauergebräuche sind doch nach den Sitten der Völker, unter denen wir leben, durchaus unanständig: