Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1839
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1839-01-01
- Page
- Seite 260 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2929020-2929036-2929039-2931611--2349-2931743- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
260 Kurze Anzeigen. Terquem fein) nicht km geringsten Bedenken, Persönlichkeiten, die aber, doch nur Amtshandlungen oder -nachlüßigkeiten berühren — wobei wieder ganz besonders das Vorwalten der Geldaristokratie Ln der Besetzung der Aemter zum StichblaLLe dient — ans Licht zu ziehen. — Herr Cahen, vorthcilhaft durch seine Bibelübersetzung bekannt, wegen des in ihr vorwaltenden rationalistischen Elementes jedoch von Gegnern angegriffen und geschmäht, früher mit der Direktion der israelitischen Knabenschule in Paris beauftragt, von welcher er sich seit anderthalb Jahren zurückgezogen, wurde beschuldigt, an der Abfassung dieser Briefe, wenigstens Mittelbar, Theil zu haben. Hiegegcn verwahrt er sich Ln dem genannten Jlugblättchen auf sehr würdige Weise. Er unterscheidet dann zwei Elemente in diesen Briefen, das eine, welches im Dringen auf eine Radicalreform besteht, namentlich auf die Verlegung des Sabbaths (aber nicht des Samstags ssamecki), wie Hr. C. sich ausdrückt) auf den Sonntag, und ein anderes, im Tadel der Mitglieder der französischen Consistorien und der Nabbinen. Während er die Nothwcndigkcit einer Reform zugestcht, aber den Vorschlag deö VfrS. nicht erörtern Witt, weil dies aus glühenden Kohlen gchen^hicße, verwirft er das zweite, und spricht über seine Beziehungen zu dem Verfasser. Diese kleine Schriftchen bieten interessante Beiträge zu der Geschichte der gegenwärtigen jüdisch-französischen Zustände, die zu beobachten und zu verfolgen von Bedeutung ist, weßhalb wir auch unsere Leser darauf aufmerksam machen. G.