Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 3
- Article
- Bernburg [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 587 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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S87 Nachrichten. hoffen, daß sie jenem Gesetze mehr und mehr Folge geben werde, je mehr die Juden unseres Herzogthums ihrerseits in ihrem Bildungsmesen unleugbare Fortschritte machen. Wir haben drei jüdische junge Aerzte im Lande, die sich des öffentlichen Zutrauens sehr zu erfreuen haben. Die Anzahl der bereits vorhandenen jüdischen Handwerker, worunter Tischler, Stellmacher »./entspricht dem Verhältnisse der jüdischen Bevölkerung. Von den Verbesserungen in der Synagoge ist außer dem im 3. Hefte d. 1. B. d. Bl. Berichteten,, unter Anderm noch besonders mitthcilcnswcrth: die abgeschaffte Versteigerung der Ceremonien beim Gottesdienste, wofür nun das Aufrufen zur Thora nach der Reihe des Leben salters geschiehet. Statt des ssMAjTl spricht dev Cantor, oder der Rabbiner am Schluffe der Predigt, ein deutsches Gebet für den Herzog»., und es hat solches den übrigen Gemeinden, wo cs, der Rabbiner bei seinem dasigen Predigen gesprochen, so zugesagt, daß sie dessen Abschrift aus eigenem Antriebe verlangten. Ein Erfahrungsbcweis für die Richtigkeit Ihrer Bemerkung S. 175 im 2. B. d. Bl. — Es hat allerdings etwas Befremdendes, in einem durchgängig hebräischen Gottesdienste ein einziges Gebctstück in moderner Sprache nnd Gestalt aufgeflickt zu sehen, und insofern hätte Hr. v. Levi Recht; allein außer dem von Ihnen bemerkten Nutzen der Uebcrtragnng, ist ja auch die hebräische Formel nicht durchaus anwendbar auf friedliebende und nicht eroberungssüchtige Regenten oder auf constitntio nelle Verfassungen, so wie eine Stelle darin auch schon der Auslegung bedurfte jD §- 284, 7.), während wir ein deutsches Gebet nach den Verhältnissen der Zeit und des Landes abfassen und andere erbauende und belehrende Worte in Bezug auf Eintracht, Menschenliebe u. s. w. anreihen können, die den Geschmack anregen an Gebeten in verstandener Sprache. — Don dem H erx he im er'sehen Religionsbuche ist gegenwärtig die zweite Auflage hier unter der Presse. (Es liegt uns bereits eine ausführliche Anzeige vom 31tcn März d. I. von Herrn Buchhändler Grön u ng in Bernbnrg darüber vor.) (Hamburg, 28. März). Wenn man bei andern deutschen Gemeinden in der einen Synagoge für mehr Anstand und