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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 3 · p. Seite 579

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 3
Article
Frankfurt a. M. [Nachricht]
Date
1836-01-01
Page
Seite 579 (sequence 6)
Language
German
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Nachrichten. 579 rität, welche von einem nicht so spießbürgerlichen Geiste beseelt war, auf ihre Stellen verzichten wollte; aber darum kümmerten sich Mcrcur's Jünger nicht, und blos der Drohung eines gewichtigen Finanzmannes wichen sie zögernd. Inm Mitglieds der Gesellschaft selbst aber einen Juden zu erheben, war nicht nur unerhört, sondern es war gegen die Statuten derselben, und selbst der mit ihr im Zusammenhänge stehende, aber keineswegs streng verbundene „gelehrte Leseoerein"nahm keinen jüdischen Gelehrten — weder zum ordentlichen noch zum außerordentlichen Mitgliedc — auf. Auch diese Schranke ist nun, wenigstens dem Gesetze nach, gebrochen, und bei dem Urtheile über die Aufnahme gilt cs nun nicht den Juden, sondern den Einzelnen. Wahrscheinlich nämlich durch obige Gelegenheit veranlaßt, meldeten sich die drei hier wohnhaften Freiherren v. Rothschild zur Aufnahme in die Gesellschaft als Mitglieder erster Elaste, und die Abstimmung entschied bejahend. Die „Jahrbücher" nennen diesen Vorgang einen rühmlichen und hoffen, daß das Beispiel nicht isolirt bleibe. (Schwerin, 4. Febr.) Der Großherzog hat auf das Gesuch des Vorstandes eines sich bildenden Vereins, welcher die Beförderung der Handwerker unter den ifrael. Glaubensgenossen in Mecklenburg bezweckt, ein Rescript erlassen, in welchem versprochen wird, daß wenn der bczielte Verein ins Leben treten wird, 1. alle jüd. Handwerker von Nehmung eines Schutzbriefes, und in Folge davon von Entrichtung der Schntzgeldcr oder Rccognitionsgebührgn völlig befreit, seien; 2. den Inden der Zutritt zu allen Handwerken gestattet wird, auch jüd. Lehrlinge bei allen Handwerkämtern ein- und ausgeschrieben werden, auch 3. die jüd. Freimcister mit christl. gleiche Rechte genießen sollen. (Hohenzvllern - Sigmaringen, 18. Januar.) Die Orte Haigerloch und Dctensee sind die einzigen unseres Fürstenthums, in welchen Juden wohnen; jedoch sind diese Gemeinden nicht gerade den kleinern beizuzählen. Bis jetzt hatte es an einem inländischen jüd. Theologen gefehlt. Da nun ein solcher, Hr. Hilb aus Haigerloch, verflossenen Herbst seine Studien (in denen er durch Stipendien von der Regierung unterstützt wurde) beendet, und eine von der isr. Oberkirchenbehörde.dcs bcnachbar- 37 *

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