Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Hamburg [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 397 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachrichten. 397 Dies zwar bloS eine Uebersetznng, aber dennoch möchte die Erscheinung die Aufmerksamkeit der Intelligenten zu erregen würdig sein, da das Werk dadurch eine größere Verbreitung erlangt, abgeschn von der kräftigen Vorrede Riesser's, welche den Standpunkt Salvador's und daS Interesse, welches seine Schrift zu gewähren geeignet ist, vortrefflich erörtert.— Salvador scheint das vollkommenste Judenthum in der Zeit seiner politischen Existenz zu finden, wenigstens beschreibt sein Werk fast ausschließlich die Geschichte des jüd. Menschen im jüd. Staate, und er hütet sich, nach Art der Heiden die bibl. Personen in den Himmel zu versetzen oder ihren Namen mehr eine abstrakt - religiöse als eine cvncrethistorische Bedeutung zu geben. Die ganze Tendenz des Buches geht dahin, den jüd. Staat nach sittlich vernünftigen Principien begründet zu zeigen und im Judenthume ein schöneres Alterthum oder eine schönere Jugend der Menschheit als im Griechenthume oder sonstwo nachzuweisen. Der großartige Inhalt der h. S., ihre ewige Bedeutung für den Menschen in allen Zeiten und allen Zonen, ihre hohe Bedeutsamkeit namentlich für unsere Zeit, die angemessene Größe Moses' und die tiefe Weisheit aller seiner Institutionen sind dort in so lebendiger Ueberzcugung dargethan, daß ich glaube, das Werk werde seinen, heilsamen Einfluß vielfach erweisen. Sie erlauben mir noch einige Worte über den erste» Aufsatz im 1. Hefte des 2. Bandes, die Gründung einer jüs d isch - th e o l. Fa cu l tä t betreffend. Kömmt der Vorschlag zur Verwirklichung; wird die Idee realisirt: so ist allerdings Heil und Segen davon zu erwarten. Kennen Sie die von v. Diefenbach 1821 herausgegebene Schrift: „Indischer Professor der Theologie auf christlicher Universität"? Da kömmt die Idee auch zur Sprache, aber freilich nicht so durchdacht. Eine Unwesentlichkeit möchte ich bemerken. Ich bin nämlich nicht der Meinung, daß die Facultät einen Namen habe und nach Maimonides genannt werde *). Eigenthümlich bleibt cs unserer ") Dies, sowie die Gründung im April d. 3. bezog sich blos aus