Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 2
- Article
- Würtemberg [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 386 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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386 Nachrichten xingenals Rabbinatsvcrweser in Jebenhausen bei Göppingen und Hr. band. Henlein aus Lehrenstcinfeld in gleicher Eigenschaft zu Freudenthal angestellt worden. Die Rabbinate des Landes sind nun alle beseht. (Rheinbaiern, 29. Dec.) Schon früher (vgl. B. I S. 436) habe ich darauf aufmerksam gemacht, wie die Anordnung der k. Reg., daß das Versteigern der Thvrafunctioncn in der Synagoge nicht mehr Statt haben solle, nicht überall, und zwar wohl aus nicht genngsamer Aufmerksamkeit der Vorgesetzten, Eingang fand; dennoch hatte ich diese bedauerliche Erscheinung nicht besonders hervorgehvben und mich des Erfolges in einigen Gemeinden, wo dieser unwürdige und den Gottesdienst entwürdigende Gebrauch wirklich abgeschafft wurde, gefreut. Diese Freude gründete sich vorzüglich auf den Glauben, daß das schone Beispiel freiwillige Nachahmung finden würde. Aber leider ist der umgekehrte Fall eingeircten. In einer bedeutenden Gemeinde des Bezirksrabbinats Kaiserslautern ist das Versteigern, nachdem es aufgehoben war, wieder ein geführt worden. Freilich weiß ich cs recht gut, daß diese ganze Anordnung sehr wenig in die Wagschale legt, um die Erbaulichkeit des Gottesdienstes zu bestimmen; aber wir betrachteten den Regierungsbcfehl, dem hier geradezu entgegengehandelt wird, als einen Fingerzeig, wie die Nabb. bestrebt sein sollen, alle hindernden äußern Formen aus dem Gottesdienste zu entfernen, und andrerseits erkennen wir in dieser Nichtbeachtung bei unfern meisten Gemeinden den unempfänglichen Sinn, dem von unfern Rabb. weder durch ihren geistlichen Einfluß noch durch ihre Stellung als Beamtete der Reg. begegnet wird. — (Elberfeld, 4. Jan. 1836). Nach amtlichen Nachwcifungen zählte unsere Stadt Ende v. I. unter einer Bevölkerung rwn 33,162 Seelen — 116 Israeliten. (F. I.) (Al exandria, 5. Dec. 35). Der Orientalist G » stavWei l, ans dem Großherzogthnme Baden, hat am 25. v. M. Aegypten verlassen, nachdem er abermals zwei Jahre in Kahirah zugebracht, die er fast ausschließlich dem Studium der orientalischen und vorzüglich der arab. Sprache mit uncrmüdctem Fleiße gewidmet hat. Unter den verschiedenen Diensten, die er der ägypt. Reg. als Uebcrsetzer wie als Professor geleistet, nenne ich beson-