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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 2 · p. Seite 385

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 2
Article
Fürstenthum Birkenfeld [Nachricht]
Date
1836-01-01
Page
Seite 385 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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385 Nachrichten. so ist sein Zweck umfassender. Wahrscheinlich wird er, ist einmal der Gesang in der Schule zu einiger Ausbildung gelangt, diesen auch in die Synagoge einführen wollen. Es ist keinem Zweifel unterworfen, daß es zur Erhebung und zur Anregung eines kräftigen Sinnes vorzüglich einer Reformation in der Synagoge bedarf. Man übersieht gewöhnlich diesen Umstand und glaubt, daß die Synagoge, wie Dies z. B. in Rheinbaiern dev Fall ist, wenn nur der Schulunterricht vrganisirt werde, in der traurigsten Beschaffenheit sein könne, während doch die Art, wie der Gottesdienst eingerichtet ist, einen so bedeutsamen Einfluß auf die Bildung einer herzlichen, sittlich einwirkenden Religiosität ansübet. Der Schulunterricht ist nur die "Wurzel des Lebens, das man in Israel zu gestalten bemüht ist, welche die Synagoge zum Baume heranziehen muß, der wirklich Früchte trägt. Die sechs bis sieben Jahre Schulunterricht, die das Kind genießet, können unmöglich so mächtig wirken, daß in dem Treiben, dem der jüdische Knabe auf dem Lande gleich nach seinem Austritte aus der Schule zur Erringung der Lebensbedürfnisse von so manchen Eltern, oft notgedrungen, überwiesen wird, seine Wirkungen nicht bald geschwächt, ja sogar annullirt werden sollten. Die Synagoge dagegen dauert das ganze Leben hindurch, sie ist daher, wie sie auch von unfern Alten bedeutungsvoll genannnt wird, die wahre Schule, sie erfasset Jung und Alt, Kinder und Eltern; sie erst kann in ihrer neuen Gestaltung, wo Predigt und Gesang Geist and Herz auf gleiche Weise berühren, Verstand und Gefühl zugleich beleben, die formelle Starrheit löse», zu frischem, gesundem Leben umwandeln, und die Lehren, die das Kind in der Schule ausgenommen, in kräftiger Erinnerung halten und der zunehmenden Einsicht gemäß entwickelnd fortbilden. — Möchte nur ein Einfluß, der noch jetzt von der Ferne her, wie wir wissen, i» unfern religiösen Angelegenheiten sich geltend machen zu wolle» scheint, das Streben unsers Rabbiners nicht lähmen und seine Absichten zur Ausführung kommen lassen! — — (Würtemberg.) Von den Theologen, welche die diesjährige Prüfung erstanden haben, ist Hr. Cand. Löwcngardt aus Ne,ringen üs Rabbinatsverweser in Bcrlichingen, Hr. Cand. Wälder aus Re- 25

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