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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 179

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
München [Nachricht]
Date
1836-01-01
Page
Seite 179 (sequence 2)
Language
German
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.179 N a ch r ich r e n. Umsicht zn erwirken, welche die notwendige Vorbedingung jedes politischen Zugeständnisses bildet und bilden muß.' (F I ) (Offeubach, November). Die Uebergangsperiode, welcbe gegenwärtig das Judenthum in der Entwickelungsgeschichte seines religiösen Lebens verlebt, ist die natürliche Ursache, daß die Neligionsformen bei den verschiedenen Gemeinden sich verschiedenartig gestalten, und daß sie, je nach deren Bildungsstufe, mebr oder minder den Bedürfnissen des wahrhaft restlosen Gefühls zu genügen vermögen. Es ist dcßhalb dem Deuker keine überraschende Erscheinung, daß eine jede Gemeinde ihren eigenen Weg eiuschlägt, um den Religionsformen solch eine Gestalt zu geben, welche die individuellen Bedürfnisse befriedigen kann, da ohnedies das Judenthum, seit der Zeit, in welcher seine Gottesverehrnng nicht mehr in Opfern bestand, der feststehenden Normen für dieselbe entbehrte—wie Dieses der abweichende Ritus zwischen een portugiesischen, den deutschen und den polnischen Juden, zum Theile auch die verschiedenartigen beweisen —, und da es auch noch für die Gegenwart auf eine Corporation verzichten muß, welche dergleichen genügende Normen entwerfen könnte. Eben so wenig wird es denselben überraschen, daß, bei diesem selbstständigen Verfahren einer jeden Gemeinde zuweilen ein Irrweg unbewußter Weise eingeschlagen wird, da es bei der Gestaltung einer jeden neuen Erscheinung gewöhnlich, ja nöthig ist, daß die Kräfte sich versuchen, sich an unvollkommnen Productiouen üben, bis denn der Geist zur richtigen Erkeuutniß gelaugt, und daun mit Bewußtstin nach dem erkannten Ziele streben kann, das er früher nur dunkel geahuet. — Auch die israelitische Gemeinde zu Offeubach stebet auf einer ihr eigerithüm? liehen Bildungsstufe des geistigen und sittlichen Lebens, auch sie fublte und fühlt das Beduniüß. die Religious'ormeu so zu gestalten, daß sie ihren religiö'en Anforderungen entsprechen; vielleicht mischte sich auch bei ihr Unwahres unter das Wahre in diesen neuen Gestaltungen. So mögen denn die vorzüglichsten Anordnungen dieser Gemeinde über das öffentliche Religionswesen hier kurz dargestellt werden, m doppelter Absicht, 12*

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