Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Paris [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 176 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2929020-2929026-2929028--0885-2930092- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
176 Nachrichten. ist, zurückzukchren! Seit dem Sturze des Kaiserreichs warm die Juden wie Parias behandelt worden; sie konnten Grundeigenthum nur mit k. Erlanbniß kaufen, die sie eben so viel kostete, wie das Grundstück selbst, doch dursten sie wohnen, wo sie wollten. Jetzt aber müssen sie ihre schönen Häuser wieder verkaufen und in die Ghetti zurückwandern. — Man möchte sich versucht fühlen, diese Angabe für ein ungegründetes Gerücht zu halten. (F. I.) (Darmstadt, 18. Novemb.) Unsere «allgemeine Kirchenzeitung", die schon manchmal die Frage über die Emancipation der Juden besprochen hat, hat auch in ihrem Septemberhefte Nr. 149 wieder einen daran streifenden Aufsatz, nämlich: «Züge hoher Humanität in der mosaischen Gesetzgebung rücksichtlich des Verhaltens gegen Fremde oder Nichtisracliten«, vom Districtsrabbiner Gutmann in Nedwitz in Baiern. Es ist anerkennmigswerth, wenn die jungen Rabbiner auf diese Art ihre Stimmen vernehmen lassen und namentlich vom theologischen Gebiete aus die Beschuldigungen gegen die Inden zu entfernen suchen. Ich erinnere mich, daß dieser Mann schon einmal kn diesem Blatte mit einem ähnlichen Aufsatze ausgetreten ist; ist auch der jetzige nicht in allen seinen Beziehungen treffend, so enthält er doch manches Beachtenswerthc.— Wol, len Sie übrigens einen wahrhaft geistigen Genuß haben, so -lesen Sie die «rheinischen Blätter für Erziehung uvd Unterricht" von N. Diesterwcg, B. IX. S. 299. Der Mann spricht mit warmem Eifer für die Sache der Juden und richtet seine eindringliche Rede an alle Erzieher und Volkslehrer; er fordert sie auf, wieder gut zu machen, was sie und die ganze Christenheit gegen Israel gefehlt haben. "Ich sage euch, rufet er aus: behandelt achtzehn Jahrhunderte lang das edelste Volk, so wie die Juden behandelt worden sind, und dann sehet zu, ob sich unter seinen Gliedern noch soviel Edles findet, als unter den heutigen Juden! Es wäre begreiflich, wenn sie Alle ohne Ausnahme Schacherjuden wären, Schurken und Christenfeinde. .... Ich würde mich ewig vor meinem Schatten schämen, wen» ich zehn Jahre lang Geistlicher oder Volksleh-