Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- München [Nachricht]
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 166 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2929020-2929026-2929028--0866-2930082- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
16« Nachrichte n. k Jünglinge sich Natürlich davon dispensirten, so sollen denn die Augsburger Professoren angefragt haben, was zu thun sek, und es soll darauf, wie allgemein verlautet, der Bescheid er« folgt sein, der unn als allgemein verbindend für das ganze ' Land gelten soll. Wer die öffentliche Schule besucht, hat sich nach den Gesetzen und Gebräuchen der Schule zu richten, und es ist für die Bekenner der mosaischen Religion keine Ausnahme gestattet. (H. Ztg.) lG r o ß h. Hessen, Oet.) Sekt einiger Zeit zeigen sich m unserm Lande mannichfache Widersprüche in den Schritten der hohen Regierung hinsichtlich unsrer religiösen Verhältnisse, und wir haben es umsomehr zu bedauern, als wir von dem guten Willen derselben so fest überzeugt sind. Jedoch kann es natürlich nicht anders sein, solange nicht auf eine umfassende Weise und nach einem organischen Statute diese Verhältnisse geordnet sind, so daß aus dem allgemeinen Plane sich eine Entscheidung für einen jeden zweifelhaften Punkt ergeben würde. Wollte man jedoch aus einzelnen Schritten die zu Grund lie« r gcnde Tendenz erforschen, so möchte man sich bald berechtigt glauben zu der Annahme, daß unsre Regierung den von ihr bestä« tigten und eingesetzten Rabbinern die volle Gewalt einräumen möchte; dahin scheinen wenigstens die neuesten Ereignisse in Darm« stadt zu deuten, wo die von dem Vorstande bestrittene Einführung des Hagadahbüchleins in die Unterrichlsgeoenstände der Religions« s schule, nach dem Willen des Rabbiners, als der befugten Autorität, entschieden wurde. Bald ließe sich auch vermuthen, man bereue die früher den von der Regierung selbst gewählten Vorständen, als intelligenten und das ihren Gemeinden Heilsame befördernden Männern, eingeräumtm Rechte, und man sei dem Fortschritte nicht mehr so ganz Hold; und eine solche Vermuthung würde bestätigt durch die in Mainz vorgefallenen Auftritte, wo die Vorschläge des Vorstandes, durch entgegen« getretene Mißverständnisse von Seiten eine» Theiles der Gemeinde, scheiterten. Jedoch sind diese Vermuthungen offenbar alle unrichtig, und es möchte blos die Verwirrung der jüdischen Zustände selbst ein Schwanken in den Maßregeln der