Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1836
- Issue
- Heft 1
- Article
- Rheinpreußen
- Date
- 1836-01-01
- Page
- Seite 162 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2929020-2929026-2929028-2929842--0852-2930078- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
162 N a ch - i ch t e «. kehrten Ansichten, welche von verschiedenen Seiten die Förde» rung der Sache hemmten, bald bessern weichen, und so die Wohlthaten des Vereins sich auch über andere Gegenden auö« dehnen werden. — Was die Geldverhältnisse des Vereins angehet, so beträgt doch die Einnahme durch Subskriptionen in den 3 Regierungsbezirken Münster, Arcnsberg und Minden .2201 Thlr. 25 Sgr. 3 Pf. Gilt auch hier das Alte: Große oder geringe Gabe, wenn nur die Absicht eine reine ist, so verdienen doch die so bedeutenden jährlichen Beiträge des Hrn. E. Marks in Hamm, des Schwiegervaters des Dirigenten, mit 400 Thlrn., des Hrn. v. Haindorf selbst mit 200 Thlrn. und des Herrn Obervorstehers Hellwitz in Soest mit 105 Thlrn. eine besonders rühmende Erwähnung. Ersterer hat sogar die Anstalt mit 25000 Thlrn. dotiren wollen, unter der Bedingung, daß die Anstalt stets eine israelitische bleibe; das Ministerium hat es jedoch für gut befunden, die Annahme dieser' Schenkung vor der völligen Regulirnng der Verhältnisse der Juden in Preußen zu verweigern. Nichts destowem'ger ist dem Vereine sowohl durch ein eigenhändiges Schreiben des Kronprinzen, als auch dadurch, daß ihm im ganzen Gebiete des Köf nigreiches für seine Geschäfte Postfreiheit zugesagt ist, die Anerkennung von Seiten der Regierung zu Theil geworden. — Wir haben noch viele Wünsche für die Juden in unserem Lande, und fügen heute nur noch den hinzu, daß Hr. v Haindorf noch lange dem Vereine thätig vorstehcn möge, zum Gedeihen und Vortheile unserer Glaubensgenossen. ' An unserer Nheinuniversität ist nun zum zweiten Male >. der Fall vorgekommen , daß ein jüdischer Theologe, auf direcl tes Ansuchen beim kön. Ministerium, des, allen Studirende» e vvrgeschriebenen, Eramens vor dem Besuche der Universität k entbunden wurde, und zwar aus dem Grunde, weil die Stel- » len der jüdischen Geistlichen keine Staatsstcllen seien. Es ist ß nicht zu leugnen, daß die bei uns vorgeschriebene Abiturienten Prüfung sehr erschwert ist, namentlich Demjenigen', der! durch Privatsseiß sich die Vorkcnntnissc erworben und kein Gymnasium besucht hat, indem dieselbe nun von den Gyw--