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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1836-01-01 · Heft 1 · p. Seite 159

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1836
Issue
Heft 1
Article
Rheinpreußen
Date
1836-01-01
Page
Seite 159 (sequence 2)
Language
German
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Nachricht e n. L59 ankäme, bei sonst überwiegenden Vorzügen, die Scheingründe, worauf jenes Obstaculum ruhen soll, in sich selbst Zusammenfällen würden. — Was den Punkt des Alters betrifft, so ist wohl möglich, daß man anfänglich aus andern Gründen darauf verfallen sei, eine gewisse Stufe als unerläßliches Erfordernis aufzustellen. Ter denkende Theil, der das eigentliche und hohe Ziel fest im Auge behält, und gerade darauf hinsteuert, hat jenes Erforderniß aus einem höhern Sinne erfaßt und hält es allerdings gewissermaßen für wesentlich. Es kann nämlich bei ruhiger Erwägung der Umstände nicht verkannt werden, daß die in Rede stehende Stelle, neben ihrer hohen Wichtigkeit, mit vielen, zum Thcile eigenthümlicheu Schwierigkeiten verbunden ist. Während die Stimme der Zeit, die da ist eine Stimme des tief empfundenen Bedürfnisses der Kräftigung und Erhebung nach Innen und Außen, an den israelitischen Seelcnhirten die Forderung macht, daß er. nicht allein als freimüthigcr Lehrer der Wahrheit, als rüstiger Kämpfer gegen Mißbrauch und Vorurthcil, sondern auch als kräftiger Ordner auf den beiden Gebieten der Entwickelung und der Aeußerung des höher« Lebens — im Schulwesen nämlich und in der Verfassung des Gottesdienstes selbst und des gottesdienstlichen Gemeindewesens — auftrete: so ist in dem vorliegenden Falle der Raum, das örtliche Verhältnis, einer solchen Wirksamkeit in einem hohen Grade ungünstig. In Masse besteht nämlich die nächste Umgebung des Oberrabbinats aus Solchen, in welchen sich das Wenige, was sich zur bessern Gestaltung aufgeregt hat, fast bis zur Unscheinbarke it verliert. An dieser Stelle und von da aus die hohe Aufgabe eines so hohen Berufes zu lösen, dazu scheint eine in Erfahrung gereifte Besonnenheit mit a priorischer Tüchtigkeit, weise Umsicht mit tiefer Einsicht vereinigt sein zu müssen, und imponirende äußere Eigenschaften sind da weder überflüssig noch entbehrlich. Darum glaubt allerdings der besonnenere Theil, daß man vorzugsweise, seine Augen auf einen ältern, d. h. reifem und erfahrneren Mann zu richten habe, wobei übrigens das

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