Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Journal
- Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
- Volume
- 1835
- Issue
- Heft 3
- Article
- Rheinbaiern [Nachricht]
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 442 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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442 Rachrichte n. -die ganze Aufmerksamkeit zu sehr in Anspruch, läßt dem geplagten Jüngling, der sich ihm ergeben muß, bei den mannichfachen Plackereien, die er zu erdulden hat, zu wenig Muße übrig, als daß er von selbst, nach seiner Entlassung aus der Schule, im gewöhnlichen Falle die höhere Richtung beibehalten, und nicht vielmehr, in dem Streben nach Erwerb, alles Höhere in diesem Einen Gedanken untcrtanchen sollte. Wie segensreich muß da die sogenannte Sonntagsschule wirken, die unsre israelitische Jugend, Knaben und Mädchen, am Sabbathe in dem Schutlvcale versammelt, auf daß sie von dem Munde des Lehrers fortwährend Unterweisung erhalten in den Pflichten des Bürgers und des Israeliten, damit der Geist, welchen das werktägige Treiben zurückdrängt , neu hcrvorgerufen und belebet werde. Die christliche Jugend muß überdies auch jeden Sonntag fortwährend Religionsunterricht bei dem Pfarrer erhalten. Ob auch unsere Rabbiner Dasselbe, wenigstens an dem Orte ihres Aufenthaltes, thun? (Frankfurt, 11. August). Es sind mir seit kurzer Zeit einige Erzeugnisse in der jüdische» Litteratur zngekommen, auf welche ich in den folgenden Zeilen die Aufmerksamkeit lenken möchte. Das erste ist die Vorrede zu dem zweiten Theile des Jvhlson'schcn Bibelwerkes (XXXV. S. 8), die, wie bereits in diesen Blättern (S. 252) gesagt worden ist, in einigen besonder» Abdrücken ausgegcben wurde. Diese Vorrede erhält besonders ihre Wichtigkeit dadurch, daß der Herr Verf. die von ihm bei der Uebersetzung befolgten und auch ferner sestgehaltenen Grundsätze mittheilt, wodurch denn das Urtheil über dieselbe erleichtert und motivirt wird. Diese Grundsätze sind nun namentlich in beständiger Beziehung auf die mendelssohn'sche Uebersetzung dargelegt, damit der Unterschied zwischen beiden um so klarer her- »ortrete. Es werden zehn Verschiedenheiten aufgezählt; davon beziehen sich sechs auf die Genauigkeit, nämlich die Ite Wiedergabe desselben (hebr.) Wortes mit demselben (deutschen) Worte, die 2te Beachtung der Synonyme, die 4te Wiedergabe des Verbum und Nomen mit denselben Redetheileu im Deutschen, die Ste die Beachtung des Artikels, die 7te das strenge Halten an dem Worte des Textes ohne Umschreibung und ohne Weglassung und endlich