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Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie · 1835-01-01 · Heft 2 · p. Seite 262

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Journal
Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie
Volume
1835
Issue
Heft 2
Article
Jüdische Kolonie in Afrika [Nachricht]
Date
1835-01-01
Page
Seite 262 (sequence 2)
Language
German
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262 Nachrichten aus der Synagoge. Ihr Alphabet hatte nur Consonanten, die Vocallaute waren nicht bezeichnet, und erst in den ersten Jahrhunderten unsrer Zeitrechnung unternahmen es die Rabbinen, weil sie den Einfluß der Zerstreuung der Israeliten auf ihre alte Aussprache fürchteten, sie zu firiren, und ersannen Zeichen, welche die Stellen der ihnen fehlenden Vykalzeichen vertreten. Ob aber diese Zeichen den Zweck ihrer Erfinder erreicht haben? Die Sache istzweifelhaft. Die Hebräer mußren, wie der größte Th eil der orientalischen Völker, ihre Vocale zu stark aspirirm, als daß das Ohr sie leicht hätte von einander unterscheiden können. Wie nun den Augen diese fast unauffaßbaren Nuancen vorstellen? Eine Frage, welche eine vollkommnere Kenntniß der Sprache der Falasjans wohl lösen würde. (Bl. f. litt. U.) — Wir müssen gestehen, daß wir diese Hoffnungen nicht Heilen, indem wir sowohl das Älter dieser Ansiedlung als auch die Beibehaltung der hebräischen Sprache sehr bezweifeln. Durch solche Berichte aber wird der Wunsch immer lebhafter in uns, daß ein kenntnißreicher Jude Reisen in ferne Gegenden unternehmen möge, da nur ein solcher, wenn er zugleich kritischen Takt besitzt, fähig ist, in den für die Geschichte der Juden in Vergangenheit und Gegenwart so sehr wichtigen Punkten klar zu sehen. (München 6. May.) Hiesigen Blättern zufolge wird demnächst auf allerhöchsten Befehl eine königliche Commission zur Revision des Edikts über die Verhältnisse des israelitischen Glaubensgennyssen niedergesetzt werden. Man behauptet, daß das preußische Edikt von 1812 dabei zu Rathe gezogen werden wird (F. I.) (Rheinbaiern., Mai) Wenn ich von Zeit zu Zeit Bericht über den Stand religiöser Angelegenheiten in Rheinbaiern erstatten soll, so ist es wohl am geeignetsten, vorerst eine Ueberficht über das Ganze zu geben,, indem ich mir Erörterungen über Cinzelnheiten Vorbehalte. Müssen wir überhaupt bekennen, daß das religiöse Leben in seiner wahren Bedeutung und nach seinem eigensten Wesen unter den Israeliten wenig Anregung und Nahrung findet und mehr in einen kal-

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